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Letztes Highlight-Exponat eingetroffen

Unglaubliche 6,67 Meter misst das längste Exponat der Päpste-Ausstellung. Der Papst-Kaiser-Rotulus ist in Mannheim erstmals in seiner vollen Länge zu bewundern.

Der Papst-Kaiser-Rotulus wird vorsichtig entrollt. © rem gGmbH, Foto: Julia Laukert

Ab dem 21. Mai dürfen sich die Besucher der Sonderausstellung Die Päpste und die Einheit der lateinischen Welt auf rund 330 hochkarätige Exponate freuen. Drei Tage vor der Eröffnung ist ein absoluter Höhepunkt der Präsentation in Mannheim eingetroffen: Der Papst-Kaiser-Rotulus aus dem 15. Jahrhundert, eine Leihgabe der Staatsbibliothek zu Berlin. Die Restauratoren haben ihn vorsichtig und mit viel Fingerspitzengefühl auf seine komplette Länge von fast 7 Metern entrollt. Der Rotulus bezaubert durch seine detailreiche Gestaltung und die leuchtenden Farben.

Die schmale Pergamentrolle besteht aus 15 zusammengeklebten Blättern und präsentiert mehr als 1400 Jahre Universalgeschichte. In zwei übereinanderliegenden Längsreihen stehen sich 232 Papstbilder und 133 Bilder von Kaisern und Königen gegenüber. Die geistliche Reihe reicht von Jesus Christus, Petrus und Paulus bis zu Papst Eugen IV. (1431-1447), die  Folge der Herrscher von Caesar und Octavian / Augustus bis Sigismund (1410-1437).

Legendäre Päpstin

Auch die legendäre Päpstin Johanna findet sich auf dem Rotulus. Sie ist zwischen Leo IV. (847-855) und Benedikt III. (855-858) abgebildet und mit „Johannes von mencz“ beschriftet. Durch Haarlocken und Kopftuch unter der Tiara wurde sie als Frau kenntlich gemacht und von späterer Hand als „fraw hulda“ benannt. Einzige Frau in der Herrscherreihe ist die oströmische Kaiserin Irene (gestorben 803).

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