Direkt zum Inhalt

Forschungsstelle: Archäologie und Kultur Ostasiens

Seit September 2006 leitet die Archäologin, Sinologin und Ethnologin Jeanette Werning M.A. das wissenschaftliche Projekt der Erstellung eines chinesisch-deutschen Fachwörterbuches zur Archäologie am Curt-Engelhorn-Zentrum für Kunst- und Kulturgeschichte. Das Projekt entstand auf Initiative der China-und Südostasien-Archäologin sowie Ethnologin Dr. Magdalene von Dewall als spiritus recotr. Im Rahmen der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und China auf archäologischem Gebiet bedeutet das Fehlen eines geeigneten Fachwörterbuchs ein großes Hindernis für die fachliche Verständigung und Zusammenarbeit chinesischer und deutschsprachiger Archäologen.

Das chinesisch-deutsche Fachwörterbuch zur Archäologie soll den wechselseitigen Austausch in der wissenschaftlichen Zusammenarbeit erleichtern und einen eigenständigen Umgang mit den chinesischsprachigen Fachpublikationen über das rein repetitiv-referierende Erschließen hinaus ermöglichen.

Hierzu ist die Einbeziehung des grabungs- und befundorierntierten Wortschatzes von großer Bedeutung. Grabungsberichte müssen als primäre und wichtigste Grundlagenquelle nachvollziehbar erschlossen werden können. Gleiches gilt für Glossare der modernen Partnerwissenschaften der Archäometrie (Archäobiologie, -metallurgie, etc.). In Vorbereitung ist zunächst die Ausgabe mit Chinesisch als quellsprachlichem Eintrag. Ein zweiter Band mit Deutsch als quellsprachlichem Zugang ist in Planung.

Eine solche Ausrichtung greift nicht nur die Erfordernisse und Standards westlicher archäologischer Wissenschaften auf, sondern spiegelt auch die neueren Entwicklungstrends und Bedürfnisse der chinesischen Archäologie selbst wieder.

Seit September 2016 ist die Forschungsstelle am Institut für Sinologie der Universität Heidelberg angesiedelt.