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Forschungsstelle: Archäologie und Kultur Ostasiens

Einbeziehung des grabungs- und befundorientierten Wortschatzes

Äquivalente der einzelnen Fachbegriffe zu finden, setzt große Erfahrung und Sachkenntnis in den jeweiligen sprachlichen Sachgebieten voraus. Jeanette Werning M.A. kennzeichnet eine über 20-jährige chinesisch-deutsche Übersetzungs- und Dolmetsch-Tätigkeit im Fachbereich der Archäologie aus. Zwar gibt es inzwischen auch einige „Archäologische Glossare“ (Chinesisch-Englisch). In aller Regel handelt es sich dabei aber um Terminologien aus dem Bereich des Kunsthandwerks und der Kunstgeschichte, die sich kaum dem vor- und frühgeschichtlichen Aspekt widmen, und eher für den Kunsthandel gedacht sind. Die archäologische Arbeit mit dem Vokabular aus dem Bereich der Methodik, Ausgrabung, Technik etc. findet hier kaum Berücksichtigung.

Mit dem geplanten archäologischen Fachwörterbuch soll nun der Forschungsöffentlichkeit ein adäquates Medium an die Hand gegeben werden. Es soll einen eigenständigen Umgang mit den chinesischsprachigen Fachpublikationen der Archäologie auch über das rein repetitiv-referierende Erschließen hinaus ermöglichen helfen. Hierzu ist die Einbeziehung des grabungs- und befundorientierten Wortschatzes von großer Bedeutung. Grabungsberichte müssen als primäre Grundlagenquelle nachvollziehbar erschlossen werden können. Gleiches gilt für Glossare der modernen Partnerwissenschaften wie der Archäometrie (Archäobiologie, -metallurgie, etc.).