Koptische Textilien

Die Bezeichnung Kopten für Christen in Ägypten geht auf das griechische Wort aigyptos zurück, das nach der Eroberung durch die Araber 641 n.Chr. zu Kopt verkümmerte. Die Kopten sind archäologisch durch zahlreiche Textilfunde greifbar, die überwiegend aus Gräbern im Wüstensand stammen. Man umhüllte die bekleideten Toten in Tücher oder Teppiche bzw. Vorhänge oder Wandbehänge.

Die Stoffe weisen oft noch ihre ursprüngliche Farbigkeit auf. In ihren Mustern und Motiven zeigen sie neben christlichen Elementen antike und arabische Einflüsse.

Die koptischen Textilien bilden hinsichtlich des Materials (Leinen, Wolle) und der Herstellungstechniken eine in sich geschlossene Gruppe. Sie weisen verschiedene  Ziertechniken auf. Mit der so genannten fliegenden Nadel, bei der ein Zierfaden beim Weben mitgeführt wurde, erzielte man eine besonders feine Binnenzeichnung der Muster. Bei der Wirkerei sind die Zierfelder meist in das Grundgewebe eingearbeitet oder separat gefertigt und aufgenäht. Häufig belegt sind auch Schlingen- und Noppengewebe.

Sie sind hier: REM > Museen > Museum Weltkulturen > Sammlungen > Archäologie > klassische Antike > Koptisch
Mannheim