Curt Glover Engelhorn wurde 1926 als Urenkel von Friedrich Engelhorn, dem Gründer der BASF, in München geboren. Er studierte in Austin/Texas Chemie-Ingenieurwesen. 1955 trat er in die damalige C.F. Boehringer & Söhne GmbH ein und erreichte innerhalb von fünf Jahren die Position des Geschäftsführers. Unter seiner Führung stieg das bis dahin mittelständisch geprägte Unternehmen zum Weltkonzern auf. Bis zum Verkauf im Jahre 1997 stand Engelhorn an der Spitze von Boehringer Mannheim. Durch familiäre Bande und durch seine Karriere als Unternehmer blieb er der Stadt stets auf das Engste verbunden.
2001 löste er sein Versprechen ein, der Stadt seines unternehmerischen Erfolges noch eine größere Zuwendung zukommen zu lassen. Mit einer in der deutschen Museumslandschaft im Blick auf die letzten Jahre einzigartigen Stiftung von mehr als 20 Millionen Euro bedachte er das Reiss-Museum Mannheim. Die Stiftung trägt den Namen Curt-Engelhorn-Stiftung für die Reiss-Engelhorn-Museen und fördert das gesamte Forschungs- und Ausstellungswesen dieser Institution. Zu Ehren des Stifters wurde das bisherige Reiss-Museum, unter dessen Dach bereits zwei eigenständige Museen untergebracht waren, in Reiss-Engelhorn-Museen
umbenannt.