rem aktuell
07.09.2010

Jupiter schwebt in die Staufer-Schau

Tonnenschweres Exponat in Mannheim eingetroffen

Die Ausstellungstechniker haben mit der tonnenschweren Steinskulptur alle Hände voll zu tun.

Mannheim – Jupiter, in der Antike als Blitze schleudernder und donnernder Gott bekannt, musste bei seiner Ankunft in Mannheim viel Geduld beweisen. Am Montagnachmittag wurde sein Abbild, eine Steinskulptur aus Süditalien, über mehrere Stunden von der sicheren Transportkiste auf das vorbereitete Ausstellungspodest im Museum Zeughaus verbracht. Vier Monteure, zwei Restauratoren und ein Lastenkran waren notwendig, um den tonnenschweren Jupiter zum Schweben zu bringen.

Der Jupiterkopf stammt von dem berühmten Brückentor aus Capua, das Kaiser Friedrich II. selbst zwischen 1234 und 1239 am Volturno, dem Grenzfluss seines Königreichs Sizilien zum Kirchenstaat, errichten ließ. Heute gehört das Kunstwerk zum Bestand des Museo Provinciale Campagno in Capua. Es ist Teil eines Ensembles, von dem sich insgesamt zwölf Skulpturen erhalten haben. Dazu zählen auch Darstellungen der einflussreichen Diplomaten Thaddaeus von Suessa und Petrus von Vinea am Hofe Friedrichs II. und das, in Kopf und Torso getrennte, Abbild des Kaisers.

Die Ausstellung „Die Staufer und Italien“, die ab 19. September in den Reiss-Engelhorn-Museen gezeigt wird, präsentiert das Skulpturenprogramm des Brückentors erstmals nördlich der Alpen in seiner erhaltenen Vollständigkeit.

www.staufer2010.de

 
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