Die Verfassungsversprechen des badischen Großherzogs erfüllten sich nicht und so entwickelte sich Mannheim zu einem Zentrum der bürgerlich liberalen Opposition. Als in der Paulskirche 1848 über eine Reichsverfassung diskutiert wird, zeigt sich bald eine tiefe Spaltung zwischen Radikalen wie dem Mannheimer Friedrich Hecker und gemäßigten Liberalen wie Friedrich Daniel Bassermann. Der 1849 unternommene Versuch, die Reichsverfassung durchzusetzen, wird blutig niedergeschlagen. Das Engagement um eine freiheitliche Verfassung verbanden fortschrittliche Frauen aus allen Schichten mit der Forderung nach Emanzipation. Der 1918 gegründete Arbeiter- und Soldatenrat Mannheim kann nur kurze Zeit größeren Einfluss ausüben und auch der der SPD nahestehende 1924 gegründete Kampfverband „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“ kann sein Ziel, den Schutz der jungen Weimarer Republik, gegen den braunen Terror nicht erfüllen. Auch Mannheimer stehen in den Reihen des mutigen Widerstandes gegen den Terror des Nationalsozialismus. Nach 1945 beginnt der demokratische Wiederaufbau Mannheims.