Stadtgeschichte

Krieg in Mannheim

Die zentrale Lage am Zusammenfluss von Rhein und Neckar und die damit verbundene strategisch bedeutende Positionierung im 20. Jahrhundert, die dynastischen Verbindungen zu den führenden Herrschaftshäusern des 18. Jahrhunderts und  schließlich die Bedeutung der Kurpfalz in den konfessionell begründeten militärischen  Auseinandersetzungen des 17. Jahrhunderts haben die Geschichte der Stadt Mannheim immer wieder aus ihrer friedlichen Entwicklung gerissen.

1622 zerstört Tilly, der Heerführer der katholischen Liga (Dreißigjähriger Krieg 1618 – 1648) die Stadt. Französische Truppen fallen 1689 im Pfälzischen Erbfolgekrieg in die Stadt ein. Noch einmal besetzen französische Truppen 1795 in den Koalitionskriegen Mannheim. Mannheimer müssen auch im Heer Napoleons dienen. Während des Ersten Weltkrieges erlebt die Stadt 1915 ein erstes Mal den Terror des Luftkrieges. Unter seiner zerstörenden Macht leidet die Zivilbevölkerung vor allem im Zweiten Weltkrieg. In der Nacht vom 5. auf den 6. September 1943 fällt die Stadt in Schutt und Asche: mehr als 6.000 Gebäude werden zerstört, ein Viertel der Bevölkerung wird obdachlos, 414 Menschen verlieren ihr Leben.

Sie sind hier: REM > Museen > Museum Zeughaus > Sammlungen > Stadtgeschichte > Krieg in Mannheim
Mannheim