In Hunderten von Dokumenten und Briefen, aber auch in Bildern, grafischen Illustrationen und Fotografien, schließlich in Fundstücken aus der alltäglichen Lebenswelt der Menschen spiegelt sich die Geschichte der mit ihrer Gründung im Jahre 1704 doch relativ „jungen“ Stadt Mannheim. Der Terror der Kriege ist ebenso dokumentiert wie revolutionäre gesellschaftliche Umbrüche, freiheitlich religiöse Vielfalt ebenso wie nationalsozialistische Verfolgung. Bürgerlichen Wohlstand belegen die Einblicke in die Salons des städtischen Geldadels, die Armut der Arbeiterklasse zeigen die Bilder von den Elendsquartieren der Stadt. Die technische Entwicklung – allen voran die Erfindung des Automobils durch Carl Benz – prägt die Geschichte der Stadt nicht weniger als das allgemeine Verständnis von der gesellschaftlichen Bedeutung der Kultur.
Es sind vor allem die stadtgeschichtlichen Bestände des 1859 gegründeten und bis heute aktiven Mannheimer Altertumsvereins, die den Reiss-Engelhorn-Museen eine umfassende und anschauliche stadtgeschichtliche Dokumentation ermöglichen. Ihre konzeptionelle Präsentation wurde in Zusammenarbeit mit dem Mannheimer Stadtarchiv – Institut für Stadtgeschichte zum Jubiläumsjahr 2007 erarbeitet.