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Die Sammlungen des Museums Weltkulturen

Die Sammlungen Kulturen der Welt, Archäologie und Naturkunde

Kurfürstliche Sammelleidenschaft im 18. Jahrhundert

Der Ursprung der Sammlungsbestände "Kulturen der Welt" und der Archäologischen sowie Naturkundlichen Sammlungen der Reiss-Engelhorn-Museen geht auf die Sammelleidenschaft des Kurfürsten Carl Theodor von der Pfalz (1724 - 1799) zurück. Bereits 1757 ließ der Kurfürst das „Kabinett natürlicher Seltenheiten" einrichten. 1763 gründete er im Geiste der Aufklärung handelnd die Mannheimer Akademie der Wissenschaften, die sich den Schwerpunkten Geschichte und Naturwissenschaft widmete. Carl Theodor trat 1778 die Erbfolge in München an. Sammlungsbereiche, die der Kurfürst nicht in seine neue bayerische Residenz mitnahm, befinden sich heute in den Reiss-Engelhorn-Museen.

Bürgerschaftliches Engagement im 19. Jahrhundert

Im 19. Jahrhundert sorgte das bürgerschaftliche Engagement der Mannheimer Bürgerinnen und Bürger für die Erweiterung der Sammlungen. Verschiedene Ankäufe, Schenkungen und Stiftungen erweiterten kontinuierlich die völkerkundlichen und naturkundlichen Bestände. Dies gilt auch für die archäologischen Bestände, die auch durch eigene Grabungstätigkeit seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vermehrt wurden. In dieser Zeit spielt der Mannheimer Altertumsverein von 1859 eine wichtige Rolle, später die Archäologische Denkmalpflege.

Die Sammlung Gabriel von Max

Für die drei Sammlungsbereiche Kulturen der Welt, Archäologie und Naturkunde war der Kauf der bedeutenden Sammlung Gabriel von Max von großer Bedeutung. Die wissenschaftliche Sammlung des Münchner Sammlers umfasste völker- und naturkundliche sowie archäologische Objekte von überregionaler Bedeutung. Die Stadt Mannheim erwarb sie im Jahr 1917.