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Die Sammlungen des Museums Weltkulturen

Bronzezeit

Die Bronzezeit (ca. 2200 - 750 v. Chr.) prägt der technische, wirtschaftliche und soziale Wandel. Von herausragender Bedeutung ist die Verwendung von Bronze, einer Legierung aus Kupfer und Zinn, für die Herstellung von Waffen, Werkzeugen und Schmuck. Da das Zinn nur in wenigen Regionen Europas ansteht, erforderte die Bronzeproduktion überregionale Tauschbeziehungen. Solche Beziehungen spiegeln sich auch in einem Männergrab aus Mannheim Ilvesheim "Weingärten" wieder. In diesem Grab der frühen Bronzezeit wurde ein bronzener Dolch gefunden, dessen Form und Verzierung die besten Parallelen in Südengland und der Bretagne hat.

Aus den folgenden Jahrhunderten der Mittleren Bronzezeit (ca. 1650 - 1200 c. Chr.) stammen Gefäße aus der Siedlung von Mannheim-Käfertal (Süd). Sie geben einen Einblick in das Leben von Menschen, deren Zeit auf Grund der Grabmonumente, die sie errichteten, ihren Namen erhielt: Hügelgräberbronzezeit. Der letzte Abschnitt der Bronzezeit  ist durch tiefgreifende Umbrüche gekennzeichnet. Diese finden ihren Ausdruck in neuen Bestattungssitten, den Neugründungen von befestigten Siedlungen in Höhenlagen sowie veränderten ästhetischen Vorstellungen und Trachtsitten. Beispielsweise begann man im südlichen Mitteleuropa Kleidung mit Fibeln zu befestigen, die genauso wie heutige Sicherheitsnadeln funktionieren.