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Die Sammlungen des Museums Weltkulturen

Eisenzeit

In der Eisenzeit (ca. 750 - 15 v. Chr.) wurde der Werkstoff Eisen das erste Mal in Mitteleuropa für die Produktion von Waffen und Werkzeugen genutzt. Daneben vollzogen sich weitere technische und bedeutende gesellschaftliche und ästhetische Veränderungen. In der Zeit zwischen dem 7. und 4. Jahrhundert v. Chr. wurden in verschiedenen Regionen Mitteleuropas prunkvolle Gräber errichtet, in denen die Mitglieder regionaler Eliten bestattet waren. In Mannheim-Ilvesheim "Weingärten" wurde im frühen 5. Jahrhundert v. Chr.  eine Frau beigesetzt, die an ihren Armen Ringe aus Bronze und Gagat trug. Ihre Oberbekleidung war mit zwei prächtigen Fibeln aus Bronze ausgestattet und ihre Ohrringe waren aus Gold gearbeitet.

Für das 4. und 3. Jahrhundert v. Chr. berichten antike Quellen von Kriegszügen der Kelten durch Mitteleuropa. In dieser Zeit wandelte sich der Grabkult. Schmuck, Trachtbestandteile und Keramikgefäßen wurden in neuen Formen und Techniken hergestellt. Darüber hinaus veränderte sich das Repertoire an Verzierungen.

In der späten Latènezeit (ca. 150 - 15 v. Chr.) bildeten sich stadtähnliche Siedlungen heraus. In diesen Siedlungen, die Cäsar "Oppida" nennt, wurden Münzen geprägt und verschiedenste Handwerke ausgeübt. Die Herstellung von Keramikgefäßen auf der schnell rotierenden Töpferscheibe setzte sich endgültig durch. Infolgedessen wandelte sich das Formenspektrum der Keramikgefäße. Zu den charakteristischen Formen dieser Zeit gehörten Flaschen.