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Die Sammlungen des Museums Weltkulturen

Neolithikum

Das Neolithikum (ca. 5500 - 2200 v. Chr.) ist eine Zeit tiefgreifender Veränderungen. Die Menschen begannen Ackerbau und Viehzucht zu betreiben, Häuser zu bauen und Keramikgefäße herzustellen. Damit vollzog sich eine radikale Abkehr von der wildbeuterischen Lebensweise. Das hatte nicht nur rituelle und soziale Veränderungen, sondern auch einen Wandel der Landschaft zur Folge.

Eine der faszinierendsten Eigenschaften des mitteleuropäischen Neolithikums ist die Plötzlichkeit dessen Erscheinens. Scheinbar aus dem Nichts heraus entstanden in vielen Gebieten Mitteleuropas landwirtschaftliche orientierte Siedlungen aus Langhäusern von überraschenden Dimensionen. Bei den Ausgrabungen solcher Siedlungen fand man Keramik mit einer auffälligen Verzierung, nach der diese Kultur "Linienbandkeramik" getauft wurde. Ausgangspunkt war Südosteuropa. Dass der Kontakt dorthin in der Folgezeit nicht abriss, verdeutlicht beispielhaft eine anthropomorphe Knochenspatula, die in Mannheim Vogelstang gefunden wurde.