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Die Sammlungen des Museums Weltkulturen

China und Japan

Schon aus dem 3./2. Jahrtausend v. Chr. findet sich Keramik aus China in den Reiss-Engelhorn-Museen. Ausgehend davon lässt sich anhand der Bestände der Sammlung die Entwicklung der Keramik bis hin zu den Porzellanen in der Qing-Dynastie verfolgen.  Im 17. Jahrhundert gelang es den südchinesischen Töpfern, bunt bemalte Porzellane zu entwickeln.

Ein von klaren Formen geprägter Doppelhenkel-Becher aus Nordwestchina reicht zurück bis in die Zeit um 2000 v. Chr. Als Grabbeigabe war die bemalte Keramik eines kräftigen Reitpferds gedacht. Sie stammt aus dem 3./4. Jh. n. Chr. Das Deckelgefäß aus Porzellan datiert in die Qing-Dynastie, die mit der Errichtung der Republik China am 1. Januar 1912 endete. 

Im religiösen Bereich blieb China der Buddhismus im Grunde fremd. Er brachte zwar die Blüte der Kultur in der Tang- und Sung-Dynastie (619 – 907 n. Chr. und 960 – 1279 n. Chr.) hervor, doch danach ging sein Einfluss zurück. Einzelne Figuren wie der „Dickbauchbuddha“ Milefo fanden Eingang in die Volksreligion. Das Streicheln des Bauches der freundlichen Gestalt versprach Glück. In unseren Beständen ist er durch eine lackierte Holzskulptur aus dem 17. – 18. Jahrhundert vertreten. Auch in Japan sind die glücksbringenden Eigenschaften des „Dickbauchbuddha“ bekannt.

Die Japan-Bestände der Sammlung Kulturen der Welt haben ihren Schwerpunkt in der Edo-Zeit des 18. und 19. Jh.s. Sie sind vertreten durch imponierende Samurai-Rüstungen und Netsuke – Gürtelknöpfe – von feinster Qualität. Aus dem frühen 17. Jh. stammt die filigrane Arbeit eines vergoldeten Schwertstichblatts.