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Die Sammlungen des Museums Weltkulturen

Indien, Tibet und die weltweite Verbreitung der Buddha-Bildwelt

Die indischen und tibetischen Bestände der Reiss-Engelhorn-Museen richten den Blick auf die Sakralwelt des Subkontinents. In Form von Skulpturen und Reliefs, aber auch auf textilem Material, werden Hauptgottheiten des Hinduismus dargestellt. Sie bilden Höhepunkte der Sammlung. Darstellungen des Shiva findet sich in den Beständen der Reiss-Engelhorn-Museen unter anderem auf einem Tempelrelief. Aus Indien stammt ein Temperagemälde, das die Legende Krishnas wieder gibt. Tibet hingegen ist mit vielfältigem Gelbguss, einer speziellen Messinglegierung mit einem Kupfergehalt von 56 bis 80 Prozent, vertreten. Vertretern unseres Kulturkreises muten Trompeten und Trommeln aus menschlichen Knochen befremdlich an. Lhamo, eine tibetische Göttin von furchterregender Gestalt, reitet auf einem Esel über Menschenknochen hin. Sie gilt als die Beschützerin der Lehren Buddhas. Die Gottheit ist in Form einer vergoldeten Bronzeplastik in den Beständen des Museums vertreten.

Das Bildnis der Buddha-Gestalt nimmt seinen Ausgang in der  Skulptur aus der Gandhara-Region im nordindischen Teil des Subkontinents. Die aus Schiefer gearbeitete, stehende Figur eines  Bodhisattva Maitreya im Gandhara-Stil, der Kopf einer Bodhisattva-Skulptur aus Thailand und eine Lack-überzogene Holzfigur des Buddha aus Japan stehen für die Verbreitung der figürlichen Darstellung des Buddha.