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Die Sammlungen des Museums Weltkulturen

Ozeanien

Die Südseesammlung bildet nach Afrika die größte Abteilung der Sammlung. Älteste Bestände kamen durch den Ankauf der Sammlung Gabriel von Max (1917), die Übernahme 1923/24 der völkerkundlichen Objekte im Schloß und durch den Mannheimer Altertumsverein von 1859 sowie die Übernahme der Karlsruher ethnologischen Sammlung im Jahr 1935 in das Museum.  Masken, Musikinstrumente, Alltags- und Kultgeräte sind unter anderem Teil der großen Objektvielfalt der Südseesammlung. Vasco Nunez de Balboa prägte den Begriff der Südsee, als dieser die Landenge von Panama 1513 durchquert hatte und er den vor ihm liegenden Pazifik als „Mar del sur“ – Südmeer oder Südsee -  bezeichnete. Alle Bereiche südlich des Breitengrades von Panama gehören aus geografischer Sicht zur Südsee. Der Begriff wird häufig mit Ozeanien gleichgesetzt

Aus einem mächtigen Exemplar der Meeresschnecke Tritonium variegatam wurde eine  Schneckentrompete gefertigt.  Das Reibholz ist Zeugnis einer Vielfalt außergewöhnlicher Musikinstrumente von reichem Formenschatz, die sich in Ozeanien finden.

Aus Neu-Britannien stammt ein aufwändig aus unterschiedlichen Materialien gearbeiteter, imposanter Tanzaufsatz, der den Körper vom Kopf bis über die Knie bedeckte.

Die Südlichen Cook-Inseln erhielten ihren Namen durch deren Entdecker Kaptain Cook im Jahr 1777. Kultbeile wie jenes aus den Beständen der Sammlung Kulturen der Welt wurden den Europäern erst lange nach ihrer Entdeckung bekannt.