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Die Architektur des Museums Zeughaus

Das Mannheimer Zeughaus ist eines der bedeutendsten Bauwerke des deutschen Frühklassizismus. Es wurde 1777/1778 nach Plänen von Peter Anton von Verschaffelt in der Regierungszeit des Kurfürsten Carl Theodor (1724 – 1799) als Waffenarsenal errichtet. Der Figurenschmuck stammt von Johann Matthäus van den Branden. Charakteristisch für den Bau ist die dreigeschossige, streng gegliederte Sandsteinfassade mit repräsentativem Portikus. Er wird von sechs Fensterachsen flankiert. Das Innere wurde als schlichte dreischiffige Anlage gestaltet. Im Untergeschoss ruhen Kreuzgratgewölbe auf massiven Pfeilern. Das Erdgeschoss ist als repräsentative Säulenhalle errichtet. In den niedrigeren Obergeschossen befanden sich ursprünglich Holzstützen, die zwischenzeitlich durch Betonrundpfeiler ersetzt worden sind.

Über die Generalsanierung des Zeughauses

Lichtinstallation LUX

Zur Eröffnung des Museums Zeughaus im Jahr 2007 überraschten die Reiss-Engelhorn-Museen mit der spektakulären Installation LUX von Elisabeth Brockmann, die seitdem die Fenster der barocken Fassade erleuchten.

Über die Lichtinstallation LUX

Der Architekt

Peter Anton von Verschaffelt

Nach Aufenthalten in Paris, Rom und London galt Peter Anton von Verschaffelt (1710 - 1793) bereits zu Lebzeiten als anerkannter Künstler. 1769 wurde er in Mannheim zum Direktor der von ihm eingerichteten und von Carl Theodor gestifteten Zeichnungsakademie im Antikensaal ernannt. Auszeichnungen wie der päpstliche Christusorden und die Verleihung des erblichen Adels eines Reichsritters zeugen von der hohen Wertschätzung seiner Zeitgenossen.

Abbildung: Anna Dorothea Therbusch, Bildnis des Bildhauers Peter Anton von Verschaffelt, 1764. © rem, Foto: Jean Christen