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LUX

Die Lichtinstallation von Elisabeth Brockmann

Aktuelle Kunst präsentiert sich in ästhetischer Korrespondenz zu barocker Architekturtradition. 50 einzelne Lichtinstallationen sind auf knapp 1000 Quadratmetern in die Fensternischen der frisch sanierten Fassade des Museums Zeughaus eingebettet und lassen das Haus von innen leuchten. Jedes einzelne Element ist malerisches Detail eines Blickes aus den Augen einer Schaufensterfigur.

Erst aus der Ferne fügen sich die strahlenden Bildtafeln zu einem magischen Blick, der bei Tag und bei Nacht über den ehemaligen Exerzierplatz vor dem Zeughaus schweift. Den Passanten begegnet und folgt er, als sei er nicht Kunst, sondern Teil ihres Lebens. Der barocken Fassade gibt er im wahrsten Sinne des Wortes ein Gesicht.

Das leuchtende Idealbild von heute in Gestalt der Schaufensterfigur geht hier mit der Vorliebe des Kurfürsten Carl Theodor und seiner Zeit für Vorgetäuschtes und Idealfiguren eine ironisch geglückte Verbindung ein. Was uns Heutigen das makellose Mannequin-Gesicht, das waren für Carl Theodor und seine Zeit die Frankenthaler Porzellanfiguren, die den Besucher schon im Eingangsbereich des Museums Zeughaus empfangen, so der konzeptionelle Gedanke der Künstlerin

Die Künstlerin

Copyright: rem, Foto: Jean Christen

Elisabeth Brockmann

Die ehemalige Schülerin von Gerhard Richter ist bekannt für ihre „großen“ Überraschungen im architektonischen Kontext. Mit ästhetischer List bringt sie immer wieder das Publikum zum Staunen, so beispielsweise mit ihren im wörtlichen Sinn überragenden Installationen am Dresdner Albertinum und an der Münchner Oper. Mehr über Elisabeth Brockmann (geb. 1955) und ihr Werk erfahren Sie unter www.elisabeth-brockmann.de