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Die Sammlungen des Museums Zeughaus

Etruskische Bestattungsformen und -sitten

Wie in allen antiken Kulturen hatten die Lebenden dafür zu sorgen, dass es den Toten im Jenseits an nichts mangelte. So entstand auch der aufwendige Totenkult der Etrusker, der sich uns vor allem aus den mit zahlreichen Beigaben versehenen Gräbern und später den prachtvoll ausgestatteten Grabkammern erschließt.

Schon in der Frühzeit Italiens, der sog. Villanova-Zeit (9.-8. Jahrhundert v. Chr.), wurden die Toten sorgsam bestattet. Die Asche der Toten gab man in eine Urne, die in einer einfachen Grube versenkt wurde. Dazu kamen einzelne Beigaben.

Später wurde die Brandbestattung von der Beisetzung des Körpers in einem Schachtgrab, später in einem Kammergrab abgelöst. Während sich die Struktur der Grabformen allmählich änderte, gehören zu einer Körperbestattung auch weiterhin eine ganze Reihe von Grabbeigaben. In der Mannheimer Antikensammlung gibt es zwei Inszenierungen von solchen Gräbern mit Körperbestattung und Beigaben.