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Die Sammlungen des Museums Zeughaus

Römisches Kunsthandwerk

Römisches Kunsthandwerk bildet einen weiteren Schwerpunkt der Antikensammlung. In der Keramik ist die so genannte Terra Sigillata bedeutsam. Es handelt sich um eine bis weit über das römische Reich hinaus verbreitete feine rote, sehr hart gebrannte Tonware, die mit einem glänzenden Überzug versehen ist. Sie diente als feines Tafelgeschirr.

Bronzestatuetten von Göttern, Menschen und Tieren zählen ebenfalls zu den qualitätvolleren Produkten der Handwerker.

Für die Beleuchtung von Räumen wurden Lampen aus Ton oder Metall hergestellt. Tonlampen entstanden meist durch Pressen in Formen, Exemplare aus Bronze wurden gegossen. Am häufigsten sind auf ihrer Oberseite verzierte Lampen mit einer Schnauze. Besonders kostbar ist antikes Glas. Seine Herstellung entwickelte sich im 2. Jahrtausend v.Chr. in Ägypten und in Mesopotamien. In Syrien erfand man in hellenistischer Zeit die Technik des Glasblasens und ermöglichte dadurch die Massenproduktion von Glaswaren. Seit dem 1. Jahrhundert v.Chr. waren Werkstätten im gesamten Imperium Romanum verbreitet.