Direkt zum Inhalt

Die Sammlungen des Museums Zeughaus

Über die kunst- und kulturgeschichtlichen Sammlungen

1731 lässt Kurfürst Carl Philipp (1661 - 1742) Gemälde und Kunstgegenstände aus seiner Düsseldorfer Sammlung ins Mannheimer Schloss bringen. Unter Carl Theodor (1724 - 1799) wird die Kunstsammlung so erweitert, dass Mannheim zum europäischen Zentrum der Kunst und Kultur avanciert. 1794 aber droht mit der Überführung eines Großteils des kurfürstlichen Sammlungsbestandes nach München der Stadt der Verlust ihrer exponierten kulturellen Stellung in Europa.

Heute warten die kunst- und kulturgeschichtlichen Sammlungen der Reiss-Engelhorn-Museen, die ihren Ursprung in den kurfürstlichen Sammlungen haben dennoch mit herausragenden Exponaten auf. Das ist zunächst dem Engagement des Großherzogs Friedrich Karl von Baden (1728 - 1811) zu verdanken. Durch Gemälde- und Grafikankäufe 1803 und 1810 versuchte er, die Lücken zu schließen.

Am Beginn des 20. Jahrhunderts steht die Erweiterung des Bestandes mit einer umfassenden Sammlung Frankenthaler Porzellan, begleitet vom Erwerb einer Gläsersammlung. 1922 werden die Sammlungen in städtischen Besitz überführt. 1936 eröffnet das Theatermuseum, Basis der heutigen theatergeschichtlichen Sammlungen. Mit der 1999 von Traudel Engelhorn-Vechiatto und Curt Engelhorn gestifteten Sammlung historischer Kostüme wird der Grundstein des Sammlungsbereiches historischer Kleidung gelegt.

Mit den Beständen der Gemälde- und Grafik- sowie der Skulpturensammlung, der Porzellan- und Möbelsammlung sowie der historischen Kleidung und schließlich der Bereiche Kunsthandwerk, Theater- und Stadtgeschichte bilden die Reiss-Engelhorn-Museen eine Quelle kunst- und kulturgeschichtlicher Dokumente zur Erschließung der Lebenswelten zwischen europäischem Barock des 18. Jahrhunderts, bürgerlicher Kultur des 19. Jahrhunderts und der stadtgeschichtlichen Entwicklung bis in die aktuelle Gegenwart.