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Die Sammlungen des Museums Zeughaus

Kunsthandwerk

Sammelrausch – unter diesem thematischen Aspekt vereinen die Kunst- und Kulturgeschichtlichen Sammlung des Museums Zeughaus einen umfassenden Bestand an  kunsthandwerklichen Exponaten vom 17. bis ins 19. und beginnende 20. Jahrhundert.

Mit den Kabinetten des 16. und 17. Jahrhunderts verbindet sich der Begriff des Sammelns nicht allein in der Absicht, exaltierte Kuriosa zur Präsentation zu bringen, sondern viel mehr noch um kostbare Artefakte aber auch Naturalien unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten zu ordnen. Dem Repräsentationsbedürfnis seiner Besitzer werden wertvolle Geschirre und Bestecke aus Gold und Silber über Jahrhunderte hinweg gerecht. Mit Münzen werden nicht nur durch das Material, sondern vor allem mit den Gedenkinschriften besondere Ereignisse „veredelt“. Becher aus Glas und Porzellan sind vielfach als Erinnerungsstücke in private Sammlungen integriert. In der kunstvollen Dekoration von Uhren spiegelt sich in allegorischer Absicht nicht nur das Phänomen der Vergänglichkeit, sondern ebenso das von der Kostbarkeit der Zeit. Das Sammeln von liebgewonnen Kleinigkeiten ohne materiellen Wert aber auch Reiseerinnerungen aus fernen Regionen erfasst mehr und mehr alle gesellschaftlichen Schichten, vom Aristokraten über den vermögenden Bürger bis hin zum einfachen Mann.