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Die Sammlungen des Museums Zeughaus

Die Möbelsammlung

Zum Schutz der Besitztümer und zur Sicherung des Vermögens, zu repräsentativ dekorativer Wohnausstattung von Aristokratie und wohlhabendem Bürgertum, zur Erledigung und sicheren Verwahrung von Korrespondenz und Dokumenten und letztlich auch zur Bequemlichkeit seines Besitzers – Vielfältig ist die funktionale Bestimmung von Möbeln, seien sie in schlichten Formen aus einfachen Materialien gezimmert oder aus kostbaren Hölzern in handwerklich aufwendige Formen gebracht.

Der umfassende Möbelbestand der kunst- und kulturgeschichtlichen Sammlungen der Reiss-Engelhorn-Museen dokumentiert nicht nur die vielfältigen Funktionen von Möbeln. Repräsentative Stücke aus dem 17. und 18. Jahrhundert belegen die hohe handwerkliche Kunst italienischer, österreichischer, böhmischer sowie deutscher Kunstschreiner wie Abraham Roentgen (1711 – 1793) oder Schreiner der Mainzer und Braunschweiger Werkstätten. Die üppige Formensprache des Barock wird begleitet von dekorativem Flächenschmuck aus kostbaren Furnieren, Intarsien, Marqueterien und Beschlägen. Eine zunehmende Schlichtheit von Form und Dekor bestimmt den Übergang vom 18. in das 19. Jahrhundert, das im Wechsel zum 20. Jahrhundert mit den Elementen des Jugendstils ausklingt.