Afrika

Reiche Bestände der Sammlung zeugen von der Geschichte der Königtümer Afrikas. Sie stammen aus den Regionen der Länder Afrikas am Nigerbogen, dem Grasland von Kamerun und dem Äquatorialurwald. Viele seiner bedeutenden Stücke und Konvolute verdankt das Museum Weltkulturen Forschungsreisenden und Sammlern, deren Wirken bis in die Zeit Kurfürst Carl Theodors zurückreicht.

So bereiste der Geograf Franz Thorbecke in den Jahren 1907/08 sowie 1911 bis 1913 Kamerun. Er gelangte bis an den Hof von König Njoya, König der Bamum. Dessen Herrschaftsgebiet lag im Westen von Kamerun. Auf der zweiten Reise wurde Thorbecke von seiner Ehefrau Marie Pauline begleitet, einer Fotografin und Malerin. Zu den Glanzpunkten der Sammlung Thorbecke zählt die Aufsatzmaske des Herrschers Njoya.  Ein aufwändig gearbeiteter Leopardenthron ebenfalls aus Bamum wurde von Dr. Theodor Seitz, Gouverneur von Kamerun (1907 – 1910) erworben und bereichert die Bestände der Reiss-Engelhorn-Museen. 

Aus Benin in Westafrika stammen u. a. aufwändig gearbeitete Reliefplatten, die ursprünglich Pfeiler einer Palastanlage zierten. Eine elegante Holzschnitzarbeit eines Kranichs, eine Makonde-Skulptur in modernem Stil, repräsentiert die Vielfalt der Sammlungsstücke aus Ostafrika.

Das zum Indischen Ozean orientierte östliche Afrika mit seinen Jahrtausende alten Viehzüchterkulturen und Eisenschmiedekunst, seiner altchristlichen Hochkultur und komplexen Staatlichkeit lässt sich anhand einiger hervorragender Exponate wie zum Beispiel eines äthiopischen Christusbildes darstellen.

Highlights aus der Sammlung

Reliefplatte mit Würdenträger, Benin
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Mannheim