Amerikaner

In der Abteilung Kulturen der Welt sind die Amerika-Bestände weniger umfangreich, dazu gehören jedoch einige Spitzenstücke. Nordamerika ist ebenso vertreten wie Mesoamerika und der zentrale Andenraum Südamerikas. Masken und Textilien, prachtvolle Steinskulpturen und bemalte Keramik sind Teil der Sammlung. Dazu Objekte, welche beim rituellen Ballspiel zu Ehren der Götter Gebrauch fanden, aber auch Knochenflöten aus Peru und sogar Mumien aus dem Andenraum.  Der Ankauf der Sammlung Gabriel von Max (1917) bereicherte die Amerikasammlung. 2009 gewannen die Bestände eine neue Qualität durch die großzügige Schenkung einer altamerikanischen Musikinstrumentensammlung durch Evamaria und Dieter Freudenberg, die größte ihrer Art außerhalb des amerikanischen Kontinents.

Von der Nordwestküste Nordamerikas stammt eine Tanzmaske, die im Frühjahrszeremoniell der Kwakiutl getragen wurde. Die Kwakiutl bezeichneten ab der Mitte des 19. Jahrhunderts eine Gruppe von Indianerstämmen, welche im Norden des kanadischen Vancouver Island lebten. Ein Ledermantel der Cree-Indianer und Indianerschuhe der Plains zählen zu den seltenen textilen Sammlungsstücken.

Ausdrucksstarke Steinskulpturen der Azteken stammen aus dem zentralen Hochland Mexikos.  Sie datieren in die Mitte des letzten Jahrtausends und stellen mit großer Eindringlichkeit Gottheiten dar. Nicht minder ausdrucksstark ist die Bemalung einer Doppelausgusskanne, welche ein mythisches Tier-Mensch-Wesen zeigt. Vermutlich aus Lama-Knochen wurden zwei Kerbflöten gefertigt, die beschnitzt und mit Branddekor verziert wurden. Die Hacha, eine Art Steinkopf am Gürtel, sollte beim mesoamerikanischen Ballspiel den Spieler schützen. Eine Frauenmumie mit zwei Kindern aus Peru gelangte durch die Sammlung Gabriel von Max an die Reiss-Engelhorn-Museen.

Highlights aus der Amerika-Sammlung

Wassergöttin Chalchiuhtlicue
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Mannheim