Die muslimische Welt

Die muslimische Welt vom Rande des Mittelmeers bis Zentralasien und von Arabien bis zu den Ländern am Indischen Ozean  ist in den Beständen der rem in einzelnen Pretiosen vertreten. Kalligraphien auf glasierten Ziegeln und Steinreliefs,  Schmuck und qualitätvolle Schmiedearbeiten sowie Fayence- und Lackgefäße veranschaulichen die Vielgestaltigkeit eines Kulturraumes, der sich vom Bild abwendet und sich auf die Gestaltung heiliger Zeichen aus dem Koran richtet. Das Ornament wurde zum zentralen Thema islamischer Kunst. Abbilder von Mensch und Tier spielten eine untergeordnete Rolle. Die höfische Kunst des Iran war jedoch hier nicht so zurückhaltend wie in anderen islamischen Kulturen.  Sie orientierte sich an achämenidischen und vor allem sassanidischen Vorbildern.

Eine Fayencearbeit voller erzählerischer Details wurde in diesem Sinne im 1. Drittel des 19. Jh. im Iran gestaltet. Ein Druckstock, entstanden während des 17./18. Jh.s,  zeigt unter anderem Mohammed auf dem geflügelten Pferd Buraq. Figürliche Darstellung wird hier kunstvoll mit Kalligraphien kombiniert. Ein Höhepunkt der dekorativen, höchst filigranen Gestaltung wurde im Iran unter der Safawiden-Dynastie (1501 – 1722) erreicht. Davon zeugt kunstvoller Koraneinband. Eine aufwändig gearbeitete Tischplatte aus Ägypten zeigt das wichtigste Heiligtum der muslimischen Welt: die Kaaba in Mekka.

Highlights aus der Sammlung

Reliefkachel aus einem Fries
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Mannheim