rem aktuell
03.05.2012

Chinesisches Kulturjahr 2012

Mannheim lockt mit hochkarätigem Programm

Von links nach rechts: Joachim Költzsch, Prof. Alfried Wieczorek, Klaus Schlappner, Dr. Norbert Egger und Felix Kurz
© rem, Foto: Carolin Breckle

„Mannheim hat seit vielen Jahren ein sehr enges Verhältnis zu China“, sagt der ehemalige Bürgermeister Dr. Norbert Egger. „Für uns ist es selbstverständlich, dass wir uns aktiv am Kulturjahr China beteiligen und in unserer Stadt aus diesem Anlass einiges auf die Beine stellen“. Am vergangenen Mittwoch präsentierten Chinaexperte Egger und weitere Initiatoren in den Reiss-Engelhorn-Museen das außergewöhnliche Programm der Kurpfalz-Metropole zum chinesischen Kulturjahr. Mannheim belegt mit diesen hochwertigen Veranstaltungen einen Spitzenplatz in Deutschland.

Mannheim als Zentrum des Kulturjahrs

2012 ist für Deutschland und China ein besonderes Jahr. Vor 40 Jahren nahmen die beiden Länder ihre diplomatischen Beziehungen auf. Deshalb feiert Deutschland das „Kulturjahr Chinah“. Ein Jahr lang stellt das Reich der Mitte sein facettenreiches kulturelles Leben vor. Über 30 Städte beteiligen sich in Deutschland mit zahlreichen Veranstaltungen. Das Zentrum der Aktivitäten in Süddeutschland ist die Stadt Mannheim. Hier wirken verschiedene Partner am Kulturjahr mit. Das Spektrum reicht von Ausstellungen über Tanzvorführungen bis hin zum ersten deutsch-chinesischen Jugend-Fußballturnier.  

Vom Jugendfußballturnier bis zum Musik-Ensemble

Der ehemalige SPIEGEL-Redakteur Felix Kurz und der frühere Trainer der chinesischen Fußballnationalmannschaft, Klaus Schlappner, haben gemeinsam mit Egger das erste deutsch-chinesische Jugendfußballturnier ins Leben gerufen. Zwei Teams aus China kommen nach Mannheim und messen sich mit Nachwuchsmannschaften bekannter Vereine aus der Region. Das Turnier findet am 29. und 30. Juni statt. „Der Sport gehört zur Kultur und der Fußball spricht eine Sprache, die jeder auf der Welt versteht“, sagt Ex-Bundesligatrainer Klaus Schlappner, der seit rund 20 Jahren in China aktiv ist.

Auch der Mannheimer Luisenpark widmet sich 2012 mit zahlreichen Veranstaltungen dem Thema China – darunter die Ausstellung „Brokat – Der Stoff aus dem der Luxus ist“ (15.-26. August). Die Ausstellung zeigt, wie die edlen Stoffe mit außergewöhnlicher Kunstfertigkeit gewebt werden. Die Besucher dürfen sich auf filigrane Muster und kostbare Materialien freuen. Am 26. August verzaubert dann das Kinder-Ensemble Xiao Hong Hua („Rote Blümchen“) aus Nanjing die Open-Air-Bühne des Luisenparks. Die hochkarätige Performance-Truppe präsentiert traditionelle als auch moderne Formationen. Außerdem lädt der Chinesische Garten mit dem größten original chinesischen Teehaus Europas im Park zum Verweilen ein.

Architektur jetzt: China - Ausstellung in den rem

Eine außergewöhnliche Ausstellung in den Reiss-Engelhorn-Museen gehört ebenfalls zum Mannheimer Jubiläumsreigen. Sie vermittelt ab 16. September unter dem Titel „Architektur jetzt: China“ ein Bild der chinesischen Architektur zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Gezeigt werden die Werke junger und namhafter chinesischer Architekten. Futuristische Modelle stehen hier neben Versuchen die traditionelle chinesische Bauweise zu integrieren. „Seit vielen Jahren beschäftigen wir uns in unseren Ausstellungen regelmäßig mit der faszinierenden und reichen Kultur Chinas. Dass wir passend zum Kulturjahr hier erneut einen Akzent setzen können, freut mich sehr. Es macht mich stolz, dass wir eine solche Präsentation nach Mannheim holen konnten“, so der Generaldirektor der Reiss-Engelhorn-Museen Prof. Alfried Wieczorek.  


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