rem aktuell
19.07.2011

Warum heißt die Steinzeit eigentlich Steinzeit?

Die Mitglieder der Museums-AG Georg, Alexandra, Dana und Rosa (vordere Reihe) präsentieren ihren Mitschülern den Alltag in der Steinzeit © CES

Am Montag, den 18. Juli lud die Museums-AG der rem zu ihrer Abschlusspräsentation zum Thema „Steinzeit“ ein. Vier Schüler aus der dritten und vierten Klasse der Johannes-Kepler Schule präsentierten vor über 40 Zuschauern stolz, was sie in einem Schuljahr über die Steinzeit gelernt und erarbeitet hatten.

Seit 2005 gibt es das museumspädagogische Kooperationsprojekt zwischen den Reiss-Engelhorn-Museen und der Mannheimer Grundschule. Unter der Leitung von Museumspädagogin Britta Bock und der betreuenden Lehrerin Henni Schultze-Rhonhof trafen sich die jungen Steinzeitprofis ein Jahr lang immer montags nach der Schule im Museum Weltkulturen D5. Stückweise entdeckten sie die Ausstellung MenschenZeit – Geschichten vom Aufbruch der frühen Menschen und lernten dabei viel über den Lebensalltag der Steinzeitmenschen. Manches, wie beispielsweise die Herstellung von Pfeil und Bogen, haben sie sogar selbst ausprobiert. Zum Ende des Schuljahres gaben Alexandra, Dana, Georg und Rosa ihr Wissen am Montag dann an ihre Klassenkameraden weiter.

Steinzeit zum Schmecken und Anfassen

Souverän präsentierten und moderierten die vier Grundschüler die selbst vorbereiteten Lieblingsthemen. Wie machte man in der Steinzeit Feuer? Woraus haben die Menschen damals gegessen, so ganz ohne Geschirr? Es gelang ihnen, die Begeisterung ihres Publikums zu wecken. Bei Georgs Quiz zum Thema Jagd schossen die Finger in die Höhe. Auch die kleinen Funken bei Alexandras und Rosas Vorführung der Feuersteine lösten Staunen aus. Ein Höhepunkt der Präsentation war sicherlich das Thema Essen in der Steinzeit. Die mutigen Zuhörer durften für uns eher ungewöhnliche Nahrungsmittel wie Gänseblümchen, Rosenblätter und Malven kosten. „Für Abenteuerlustige ist das Steinzeitprojekt im Museum genau das Richtige.“, sagte Dana begeistert. Soviel Enthusiasmus steckte an: Einige ihrer Klassenkameraden waren vom Thema so fasziniert, dass sie die AG nächstes Schuljahr selbst besuchen wollen.

Weitere Kooperationen mit Schulen geplant

Über diesen Lerneifer freute sich natürlich auch die Direktorin der Johannes-Kepler-Schule, Angela Speicher: „Am Kooperationsprojekt mit den Reiss-Engelhorn-Museen schätze ich besonders den nachhaltigen Erfolg, gerade auch für Kinder mit Migrationshintergrund. Sie verlieren nicht nur ihre Scheu vor dem Museum und lernen sich selbst zu präsentieren, sondern geben ihr Wissen dann auch an ihre  Mitschüler und Familien weiter.“ Die Museumspädagogin Sibylle Schwab hat das Projekt mit begründet. Sie sieht die Sprachförderung als ein weiteres zentrales Ziel des Kooperationsprojektes. Gerade auch für Kinder bildungsferner Schichten eigne sich das Museumsprojekt daher hervorragend.

Die Steinzeit hat sich dabei als geeignetes Thema für Kinder bestens bewährt. Das Projekt mit der Johannes-Kepler-Schule wird auch im nächsten Schuljahr fortgesetzt. Projektbezogenen Kooperationen mit weiteren Schulen sind bereits geplant. Interessierte Schulen können sich gerne per Email an sibylle.schwab@mannheim.de wenden.


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