15. Dezember

Jauchzet, frohlocket, auf, preiset die Tage

Tromba marina aus Nadelholz

Musik gehört zur Weihnachtsfeier. Bachs Weihnachtsoratorium mit seinem markanten Bläserspiel am Anfang ist, zusammen mit Streichern, Schlagwerk und Chor, ein pompöses Beispiel. Auch in Klöstern erklang an kirchlichen Feiertagen festliche Musik. Bis ins 19. Jahrhundert nutzte man in Frauenklöstern ein besonderes Instrument: den Trum[b]scheit, auch Nonnengeige, Marientrompete oder tromba mari[a]na genannt. Da es Nonnen verboten war Blasinstrumente zu spielen, griff man auf dieses zurück, wenn die Trompeten erschallen sollten.

Trumscheite haben eine leicht dreieckige Form und keinen Boden, da das Ende als Schalltrichter fungiert. Die dicke Saite wird mit einem Bogen zum Schwingen gebracht und erzeugt dabei einen trompetenähnlichen Klang.

Eine Besonderheit stellt die in der Ausstellung MusikWelten präsentierte Tromba marina aus Nadelholz dar. Sie hat zwei statt der einen üblichen Saite. Herkunft unbekannt.