12. Dezember

Apollon und die Musen

Unser Motto „Haste Töne!“ entführt uns heute zu den kostbaren Schätzen unserer Antikensammlung. Dort befindet sich eine kunstvoll bemalte Weinkanne, die perfekt zu unserem Thema passt. Sie stammt aus dem antiken Griechenland und wurde um 425 v. Chr. geschaffen. Zugeschrieben wird sie einem attischen Maler, dessen Name sich zwar leider nicht überliefert hat, aber dessen Handschrift wir sehr gut identifizieren können. Etwa 80 rotfigurig bemalte Vasen können seiner Werkstatt zugeschrieben werden, so auch das Mannheimer Gefäß.

Dargestellt ist der in einen Mantel gehüllte Gott Apollon. Dabei handelt es sich um einen der bekanntesten Götter der griechischen und römischen Mythologie. Er galt unter anderem als Gott des Lichts, der Heilkunst aber auch der schönen Künste wie Musik, Gesang und Dichtkunst. In seinem Namen wurden viele Tempel geweiht. Apollon hat einen Stab mit Lorbeerbekrönung in der Hand, den rechten Fuß hat er lässig auf einen Felsen gesetzt. Ihm treten zwei Musen entgegen, die antiken Schutzgöttinnen der Künste. Die im Bild sichtbare Frau hält in ihrer Hand eine siebensaitige Lyra, deren Klangkörper aus einem Schildkrötenpanzer gefertigt ist. Diese Musikinstrumente waren ab dem 8. Jahrhundert v. Chr. beliebt, wobei die Anzahl der aus Darm gefertigten Saiten sich im Lauf der Zeit änderte. Dem Mythos zufolge wurde die Lyra vom griechischen Gott Hermes erfunden, als er auf der Flucht vor Apollon einen Schildkrötenpanzer fand und diesen mit Darmsaiten von einer geschlachteten Kuh bespannte.

Tipp

Leider ist der Besuch unserer Antikensammlung derzeit leider nur für Gruppen mit Voranmeldung möglich, weil das Museum Zeughaus wegen Sanierungsmaßnahmen geschlossen ist. Bei Interesse hilft unser Team im Buchungsbüro gerne weiter. Außerdem empfehlen wir auch einen Blick in unsere digitalen Angebote. Sie bieten spannende Geschichten und Einblicke zu diesem Thema. Mehr Informationen dazu findet ihr hier