4. Dezember

Tanzmasken der Baining zurück in „MusikWelten“
Majestätisch, geheimnisvoll und voller Ausdruckskraft: Drei große Masken der Baining sind erneut in der Ausstellung „MusikWelten“ zu bewundern. Diese kunstvollen Objekte aus Ozeanien wurden bei spektakulären Feuertänzen getragen – Tänze, die ihre Inszenierung rund um ein loderndes Feuer fanden. Die Baining leben im Osten der Insel Neubritannien in Papua‑Neuguinea. Traditionell betreiben sie Brandrodungsfeldbau, Jagd und Sammelwirtschaft. Im Mittelpunkt ihrer spirituellen und künstlerischen Kultur stehen prachtvoll gestaltete Masken, die bei nächtlichen Feierlichkeiten – oft auch als Übergangsrituale – getragen werden.
In der Ausstellung sind drei solcher Masken zurückgekehrt: Von filigranen Bambuskonstruktionen mit Rindenbast über markante kavat-Masken (Schattengeister) bis hin zu eindrucksvollen Gesichtern mit Strohbart zeigen sie die Vielfalt dieser faszinierenden Tradition. Besonders beeindruckend: Bei den Tänzen durchschreiten die Maskenträger mit ausdrucksvollen Bewegungen sogar das Feuer selbst. Die Präsentation macht deutlich, welch zentrale Rolle Masken für Identität, Gemeinschaft und Spiritualität in der Kultur der Baining spielen. Und zugleich werfen sie ein Schlaglicht auf die koloniale Vergangenheit, die den Weg vieler solcher Objekte in europäische Sammlungen geprägt hat.
Ein Besuch in „MusikWelten“ heißt also: eintauchen in die Klang- und Maskenwelten einer Kultur, die im Spiel von Feuer, Musik und Tanz ihre Welt und ihre Geschichte immer neu erzählt.
Wer wissen will, was es mit der Rückkehr der Feuertanzmasken auf sich hat, dem empfehlen wir einen Blick in den remBlog.