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Flusspferd aufgetaucht

Unsere Forscher haben nachgewiesen: Flusspferde lebten in der Oberrheinregion gleichzeitig wie Mammut & Co. Auch in der Schau "Eiszeit-Safari" kommt es jetzt zu einem Treffen.

Beate Spiegel, Geschäftsführerin Klaus Tschira Stiftung, und Prof. Dr. Wilfried Rosendahl, Generaldirektor Reiss-Engelhorn-Museen, enthüllen die lebensechte Rekonstruktion eines Flusspferdes in der Ausstellung "Eiszeit-Safari". © rem, Foto: Rebecca Kind

Ab sofort gibt es in der Sonderausstellung Eiszeit-Safari einen weiteren tierischen Eiszeit-Bewohner zu bewundern. Dort haben wir die lebensechte Rekonstruktion eines Flusspferdes enthüllt. Diese wirkt wie in der Bewegung erstarrt. Der Oberkörper ragt aus dem Wasser, das Maul ist weit aufgerissen.

Das Flusspferd wird in direkter Nachbarschaft zur Mammutgruppe präsentiert. Dieses Treffen basiert auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Denn tatsächlich tummelten sich noch vor rund 30.000 Jahren Flusspferde im Rhein – also zur gleichen Zeit als auch Mammutherden in der Oberrheinregion unterwegs waren. Dies hat ein interdisziplinäres Forscherteam im Rahmen des Projekts „Eiszeitfenster Oberrheingraben“ herausgefunden.

Seit fünf Jahren untersuchen Wissenschaftler der Reiss-Engelhorn-Museen, des Curt-Engelhorn-Zentrums Archäometrie sowie der Universität Potsdam Hunderte von Knochenfunden. Neu vorliegende Ergebnisse revidieren bisher gängige Vorstellungen von der Lebenswelt der letzten Eiszeit in Südwestdeutschland. Das Projekt wurde ermöglicht durch die großzügige Unterstützung der Klaus Tschira Stiftung.

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