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Goldene Kostbarkeiten kommen groß raus

Vorbereitung zu Javagold-Ausstellung - Exponate werden mit innovativer 3D-Technik gescannt

Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Restaurator Bernd Hoffmann-Schimpf platziert einen gioldenen Ring für den 3D-Scan. © rem, Foto: Maria Schumann

Ganz vorsichtig platziert Kurator Bernd Hoffmann-Schimpf einen nur wenige Zentimeter großen, funkelnden Ring auf einem schwarzen Drehteller. Dieser ist Teil einer mobilen Anlage, mit der die Experten des renommierten Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung nach Mannheim gekommen sind. Eine Kamera an einem Roboterarm scannt das Kleinod aus verschiedenen Blickwinkeln.

Dank innovativer 3D-Technik können die Besucher ab 15. September in der Sonderausstellung Javagold jede auch noch so feine Einzelheit des Rings bewundern. Ganz ohne 3D-Brille oder andere Hilfsmittel erstrahlt das mythologische Wesen Kala auf dem Ring dann vielfach vergrößert und in voller Pracht. Insgesamt 20 ausgewählte Kostbarkeiten werden eingescannt. Je nach Größe des Objekts kann der Scan mehrere Stunden dauern.

Zwischen dem 7. und 15. Jahrhundert vollbrachten die Goldschmiede auf Java wahre Meisterleistungen. Selbst die kleinsten Schmuckstücke wurden aufwändig und mit viel Liebe zum Detail bearbeitet. Rund 400 goldene Kostbarkeiten sind in der neuen Ausstellung zu bewundern. Ergänzt werden die außergewöhnlichen Stücke durch eine neue Form der Visualisierung. Dank großer 3D-Projektionen haben die Besucher die einmalige Gelegenheit, den Schmuckstücken ganz nahe zu kommen. Die animierten Scans werden auf speziellen Displays von United Screens aus Hamburg ausgegeben.

Die Reiss-Engelhorn-Museen beschreiten mit dieser Präsentationsform neue Wege. "Alle sprechen von Digitalisierung. Wir machen mit dieser innovativen Methode einen großen Schritt in die Zukunft", ist sich rem-Direktor Prof. Dr. Wilfried Rosendahl sicher.

www.javagold.de

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