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Mannheim - Eiszeit, Klima und Wandel

Rund 100 Teilnehmer tauschen sich darüber aus, wie man mit den Erkenntnissen der Vergangenheit die Zukunft gestalten kann

Zahlreiche Partner engagieren sich beim Aktionsjahr "Mannheim - Eiszeit, Klima und Wandel" © rem, Foto: Maria Schumann

Rund 100 Teilnehmer aus Mannheim sowie der Metropolregion Rhein-Neckar nutzten am Mittwoch, den 5. Februar 2020 den Auftakt zum Aktionsjahr „Mannheim – Eiszeit, Klima und Wandel“ für einen regen Ideenaustausch in den Reiss-Engelhorn-Museen (rem). Ausgerufen haben die rem das Aktionsjahr anlässlich der Sonderausstellung Eiszeit-Safari (20. September 2020 bis 14. Februar 2021). Erklärtes Ziel ist es, Mannheim und die Region als authentische Orte für die Beschäftigung mit den Themen Eiszeit und Klima ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Zahlreiche Initiativen der Partner des Aktionsjahres tragen die Diskussion in die Gesellschaft. „Dies ist ein wichtiger Impuls für die Klimadebatte, der auch über Mannheim und die Region hinausstrahlen wird“, lobte der Mannheimer Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz die Veranstalter in seinem Grußwort.

Eiszeit in Mannheim

Drei Gründe machen Mannheim zum perfekten Ort, um sich hier intensiv mit Eiszeit und Klima zu beschäftigen. Unter der Quadratestadt befinden sich Sand- und Kiesablagerungen, die europaweit zu einem der wichtigsten Klimaarchive für die letzte Eiszeit zählen. Außerdem beherbergen die Reiss-Engelhorn-Museen 20.000 Funde (Skelettreste der Sammlung Reis)  aus diesen Ablagerungen, welche  jetzt am Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie an den rem mit modernsten Methoden im Forschungsprojekt „Eiszeitfenster-Oberrheingraben“ untersucht werden. Und drittens war es ein gebürtiger Mannheimer – nämlich Karl Friedrich Schimper – der 1837 den Begriff „Eiszeit“ prägte.

Brücke von Vergangenheit in Zukunft schlagen

Doch wie kann man mit einem Blick in die Vergangenheit, Erkenntnisse für die gegenwärtige Klimadebatte und die Zukunft gewinnen? Diese Frage stellen sich nicht nur die Wissenschaftler an den Reiss-Engelhorn-Museen. Auch die Schülerinnen Nemea Holme und Clara Legner vom Mannheimer Ludwig-Frank-Gymnasium widmeten sich dieser Fragestellung in ihrem „Jugend forscht“-Projekt. In einem vielgelobten Beitrag verrieten sie beim Auftakttermin, was das Mannheimer Mammut mit „Fridays for future“ zu tun hat.

Veranstaltungen Aktionsjahr 2020

Zahlreiche Veranstaltungsreihen und Projekte der Aktionsjahr-Partner beleuchten 2020 das großen Themenfeld „Klima und Wandel“ in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Auf dem Programm stehen unter anderem Vortragsreihen, Tagungen, Aktionstage, Kunst- und Kulturevents sowie eine Kinderuni. Höhepunkt des Aktionsjahres ist im September 2020 die Eröffnung der großen Sonderausstellung „Eiszeit-Safari“, in der erstmals auch spektakuläre Erkenntnisse aus dem von der Klaus Tschira Stiftung geförderten Forschungsprojekt „Eiszeitfenster Oberrheingraben“ vorgestellt werden. Die Ausstellung wendet sich an alle Besuchergruppen und ist eine besondere Zeitreise für Groß und Klein.

Das Aktionsjahr vereint wichtige Institutionen der Stadt Mannheim und der Metropolregion Rhein-Neckar, darunter die Klimaschutzagentur, die BUGA 2023, das Historische Institut der Universität Mannheim, die Kinderakademie, den Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald. Weitere Partner konnten über die Auftaktveranstaltung für das Netzwerk gewonnen werden. Für kulinarische Leckerbissen sorgten beim Auftakttreffen die Kooperationspartner Eis Fontanella und  Hegehof aus Ladenburg.

www.eiszeitsafari.de

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