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Rückgabe von Benin-Bronzen in Vorbereitung

Die Reiss-Engelhorn-Museen berichten im Kulturausschuss der Stadt Mannheim über ihre vielfältigen Forschungen zu Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten.

afrikanische Reliefplatte aus Bronze

Reliefplatte: Würdenträger mit Bläser und Begleiter. Königtum Benin, Nigeria, 16./17. Jh. © rem, Foto: Carolin Breckle

Am 7. Juli 2022 haben die Reiss-Engelhorn-Museen (rem) im Kulturausschuss der Stadt Mannheim über ihre vielfältigen Forschungen zu Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten berichtet. Insbesondere die Benin-Bronzen standen im Fokus der Berichterstattung. Demnach werden an den Reiss-Engelhorn-Museen 29 Objekte aus Metall, Elfenbein und Holz verwahrt, die der Plünderung von Benin-City im Jahre 1897 zugewiesen werden können. Durch die neuen Forschungen konnte für etliche dieser Objekte die Provenienz besser geklärt werden.

Die Reiss-Engelhorn-Museen befinden sich zum Thema Benin-Bronzen bereits seit geraumer Zeit im intensiven Austausch auf Bundesebene (Bundesbeauftragte für Kultur und Medien, Kontaktstelle für Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten). Am 1. Juli 2022 wurde im Bundesaußenministerium eine Absichtserklärung zur Rückübertragung der Benin-Bronzen zwischen Nigeria und Deutschland unterzeichnet. Diesen Prozess gilt es nun weiterzuführen.

Nach der Onlinepublikation der Mannheimer Objekte und Forschungsergebnisse in der bundesweiten Benin-Datenbank werden sich die Reiss-Engelhorn-Museen mit den ebenfalls in den Prozess eingebundenen Museen in Baden-Württemberg zum konkreten weiteren Vorgehen abstimmen und Kontakt mit der nigerianischen Seite aufnehmen.

Der Gemeinderat der Stadt Mannheim hat die grundsätzliche Bereitschaft zur Rückgabe bereits im Oktober 2021 erklärt.

Die Forschungen der Reiss-Engelhorn-Museen zu den Benin-Objekten wurden durch das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste gefördert. Außerdem haben sie weitere umfangreiche Fördermittel eingeworben, um zusätzliches Personal für andere Projekte der Provenienzforschungen einstellen zu können.

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