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Mannheims Belle Époque

Femme fatale

Die „Femme fatale“, ein neuer Frauentypus der Belle Époque, wird Ziel künstlerischen Interesses. Ob verführerische Eva, männerverschlingender Vamp oder Madonna mit Engelsgesicht hat sie bis heute nichts von ihrer Popularität verloren. Sarah Bernhardt, eine der ersten Schauspieldiven, lebt das Bild einer Femme fatale auch im Privatleben aus. Am Nationaltheater Mannheim gibt sie 1903 mit bereits 59 Jahren ihr Gastspiel als jugendliche Kameliendame. Als Oscar Wildes „Salome“, eigens für sie geschrieben, feiert sie wahre Triumphe.

Videos zur Ausstellung

Lassen Sie sich von Kurator Andreas Krock per Video in Mannheims Belle Époque entführen.

Zur Videoführung

Auch berühmte Kurtisanen gelten in dieser Zeit als Femmes fatales. Waren im 18. Jahrhundert die Mätressen der Fürsten einflussnehmend und stilprägend, so sind es im 19. Jahrhundert die Kurtisanen, denen ihre reichen Verehrer einen luxuriösen Lebensstil ermöglichen.

Demgegenüber steht die Prostitution vieler Frauen, die damals vom Land kommen und in den Fabriken arbeiten. Um in den Städten überleben zu können, prostituieren sie sich und infizieren sich nicht selten mit Syphilis oder verfallen dem Alkohol. 1908 sind in Mannheim offiziell 45 Prostituierte registriert. Doch die Dunkelziffer liegt weitaus höher. In der damaligen Gutemannstraße gehen viele ihrem Gewerbe nach. Dort fahren am Abend feine Herren in Kutschen oder Automobilen vor. Orte der Begierde sind stark frequentiert und häufig Thema von Karikaturen.

Blick in die Ausstellung

Die Ausstellung präsentiert das Kaleidoskop einer atemberaubenden Epoche.

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rem-Blog

Im rem-Blog widmet sich Ausstellungskurator Andreas Krock den „Gesichtern der Großstadt“.

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