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| Cornelia Rebholz

Mammut in Mannheim gesichtet

Der Aufbau zur Ausstellung "Eiszeit-Safari" hat begonnen. Werfen Sie mit uns einen Blick hinter die Kulissen. Mit dem Mammut hat bereits das größte Landlebewesen der letzten Eiszeit seinen Platz im Museum eingenommen. Vorher wurde es aus vier Teilen zusammengesetzt.

Geschafft! Endlich ist das Mammut komplett. Man kann gar nicht mehr sehen, dass es vor Kurzem noch aus vier Teilen bestand. Kuratorin Dr. Sarah Nelly Friedland kontrolliert noch schnell das Fell. © rem, Foto: Rebecca Kind

Mit der Sonderausstellung „Eiszeit-Safari“ katapultieren die Reiss-Engelhorn-Museen Kinder und Erwachsene ab 18. April 2021 in die Vergangenheit. Sie lernen die Welt vor 30.000 Jahren aus einer überraschenden Perspektive kennen: der eines Zeitreisenden von heute. Auge in Auge stehen die Ausstellungsbesucher imposanten Tieren gegenüber, die während der letzte Eiszeit durch Mitteleuropa streiften.

Mammut aus vier Kisten

Die lebensechte Rekonstruktion eines Mammuts hat bereits ihren Platz im Museum Weltkulturen eingenommen, während Wollhaarnashorn, Steppenbison und Höhlenlöwe noch in teils riesigen Kisten „schlummern“. Der Aufbau stellt das rem-Team vor logistische Herausforderungen: Die Tiere sind oft so groß, dass sie nicht als Ganzes transportiert werden können, sondern vor Ort zusammengesetzt werden müssen. So reiste auch das Mammut in vier Kisten an. Aus Vorderbeinen, Hinterteil, Rücken und Kopf wuchs Stück für Stück ein weibliches Mammut in Originalgröße heran. Die Mammutkuh ist 2,40 Meter hoch und wiegt ca. 320 Kilogramm. Damit ist sie ein Leichtgewicht im Vergleich zum Original, das bis zu fünf Tonnen auf die Waage brachte.

neueste wissenschaftliche Erkenntnisse

Die Rekonstruktion basiert auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Im Dauerfrostboden Sibiriens erhielten sich Mammutfunde mit Haaren, Haut, Fleisch, Blut und sogar inneren Organen. Anhand solcher Funde rekonstruierten Experten aus den Niederlanden die Mammutkuh in der Ausstellung. Mehr als sechs Monate dauerte die Herstellung. Das Innere besteht aus Holz, Metall und Kunststoff, das Äußere aus passend eingefärbtem Kunstfell. Dabei legten die Macher großen Wert darauf, dass die Rekonstruktion so lebensecht wie möglich wird. Viele Details stechen ins Auge – von den akkurat geschwungenen Wimpern über das teils verfilzte Fell bis hin zur Körperhaltung.

Mammuts waren die größten Landlebewesen der letzten Eiszeit. Um 12.000 v. Chr. starben sie in Mitteleuropa aus. Die Schau „Eiszeit-Safari“ lässt diese Giganten und weitere eindrucksvolle Tierarten wieder auferstehen.

Autorin: Von Rembrandt-Gemälde bis Mammut in Originalgröße die Ankunft von Exponaten und der Blick hinter die Kulissen des Ausstellungsaufbaus sind für Kulturwissenschaftlerin Cornelia Rebholz immer wieder was Besonderes.

Neugierig geworden?

Schauen Sie sich an wie das Mammut zusammengesetzt wird. Hier geht es zur filmischen Bauanleitung.

Lust auf eine Zeitreise? Mehr über unsere Sonderausstellung "Eiszeit-Safari" erfahren Sie unter www.eiszeitsafari.de

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