Willkommen im rem-Blog

In unserem Blog gewähren wir regelmäßig neue Einblicke in unsere Sammlungen und Forschungsprojekte. Hier kommen unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler direkt zu Wort. Schauen Sie mit ihnen hinter die Museumskulissen.

Bildnis einer lesenden Frau

Eine besondere Darstellung gehört zu den Höhepunkten unserer Gemäldesammlung. Das „Bildnis einer lesenden Frau“ stammt von Peter Paul Rubens und Jan Boeckhorst. Passend zum Start der Frankfurter Buchmesse stellen wir es Ihnen genauer vor. Einige Geheimnisse gibt das Bild erst in der Röntgenaufnahme preis.

Rückgabe per Mausklick?

Im Museum existiert ein Objekt längst nicht mehr nur als physischer Gegenstand, sondern auch als Daten. Was geschieht mit Fotografien, 3D-Modellen und Datensätzen, wenn ein Objekt an seine Herkunftsgesellschaft zurückgegeben wird? Bleiben sie online, werden sie übergeben oder gelöscht? Und wer entscheidet darüber? Wir gehen der Frage nach, was digitale Rückgaben leisten können, wo ihre Grenzen liegen und was das für die Reiss-Engelhorn-Museen bedeutet.

Funde aus der frühen Eisenzeit

Bei einer Grabung in Mannheim-Sandhofen erwartete unser Archäologen-Team eine Überraschung: Statt Funden aus dem Mittelalter – mit denen sie gerechnet hatten – fanden sie in tieferen Schichten auch noch Spuren, die auf eine deutlich ältere Siedlung hinweisen. Diese sind vermutlich rund 2800 Jahre alt und stammen aus der frühen Eisenzeit. Aktuell werden die Funde gereinigt und gesichtet.

Fokus Sibirien

Am 9. August ist Internationaler Tag der indigenen Bevölkerungsgruppen der Welt. Zur Einstimmung auf unsere kommende Schamanen-Ausstellung richten wir den Blick nach Sibirien. Dort begegnen wir Tschuktschen, Korjaken und Nanai.

200 Jahre Fotografie – Blick aus dem Fenster in Le Gras

Im April 2026 berichtete die Zeitung „Welt“, dass weltweit täglich rund 5,3 Milliarden Fotos aufgenommen werden – überwiegend mit Smartphones, die in Sekundenbruchteilen hochqualitative Aufnahmen ermöglichen. Kaum vorstellbar, dass die erste Fotografie der Welt eine Belichtungszeit von acht bis zehn Stunden benötigte. Sie entstand im Jahr 1826 und markiert den Beginn einer Entwicklung, die unsere visuelle Bildkultur bis heute nachhaltig prägt.

Nachlass des Tierhändlers Josef Menges

Unsere Sammlung Weltkulturen und Naturkunde beherbergt nicht nur einzigartige Artefakte aus allen Erdteilen, sondern in ihrem Archiv auch bedeutende Schriftquellen. Eine wichtige Quelle für die Forschung ist der Nachlass des kolonialzeitlichen Tierhändlers Josef Menges. Der Nachlass konnte nun dank einer Förderung der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) restauratorisch behandelt und für die Zukunft bewahrt werden.

Kunst zwischen zwei (Buch-)Deckeln

Noch bis 21. Juni 2026 können Sie sich in der Sonderausstellung „Glasmenagerie“ von den gläsernen Tierskulpturen der polnischen Bildhauerin Marta Klonowska verzaubern lassen. Auch das Begleitbuch ist bereits ein kleines Gesamtkunstwerk. Es steht in der Tradition der Künstlerbücher und lädt über die Ausstellung hinaus zum Entdecken der faszinierenden Arbeiten ein.

Strahlenglanz für Fronleichnam

An Fronleichnam hat ein Prachtstück aus unseren Sammlungen wieder seinen großen Auftritt: die Sonnenmonstranz des Augsburger Goldschmieds Johann Jakob Frings. Sie stammt aus dem 17. Jahrhundert und übernimmt bei der traditionellen Prozession eine wichtige Rolle.

Kaiserliches Rätsel gelöst

Über 1.000 Jahre nach seinem Tod liefern moderne Analyseverfahren neue Erkenntnisse über das Leben und die Grablege Ottos des Großen. Unser Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie (CEZA) trug mit Isotopen- und Datierungsanalysen maßgeblich dazu bei, die Identität des im Magdeburger Dom Bestatteten zu klären.