Im Jugendstil auf den Spuren Rilkes

21.04.2024 | 15:30 Uhr | Lesung

Ein Nachmittag mit Rilke-Biograf Gunnar Decker

Ort: Museum Peter & Traudl Engelhornhaus C4,12, Treffpunkt: Museumskasse

Teilnahme frei, nur Ausstellungseintritt 

Thema

In einer Lesung mit dem Autor Gunnar Decker werden wir die Verbindung zwischen bildender Kunst und Literatur herstellen. Ist heute vom Jugendstil die Rede, stehen meist die Werke der Maler und Kunsthandwerkerinnen, der Architekten und Bildhauerinnen im Mittelpunkt. Aber auch Autorinnen und Autoren hatten ihren Anteil an dieser Epoche. Zu den literarischen Hauptwerken des Jugendstils zählen die frühen Werke aus der frühen Schaffensperiode des Lyrikers Rainer Maria Rilke. Gunnar Decker hat vor wenigen Monaten eine umfangreiche Biografie Rilkes vorgelegt in der er sich Person und Werk gleichermaßen nähert. Stellt Decker fest, dass sich der 1875 in Prag geborene Autor mit seinem Werk eine lebenswertere Gegenwelt zu den Krisen seiner Gegenwart erschreiben wollte, so schlägt er schon damit den Bogen zur Philosophie des Jugendstils. Dessen Künstlerinnen und Künstler suchten in ihrem Werk die Einheit von Mensch und Natur. Sie waren aufgebrochen, ein Gegengewicht zu den Verwerfungen ihrer Zeit, oft ausgelöst durch die Industrialisierung, zu schaffen.

Die Natur steht auch im Mittelpunkt unserer Ausstellung. Sie zeigt gläserne Werke, mit denen die Welt der Pflanzen und Tiere aufgegriffen wurde und in denen sich Blumen, Gräser, Früchte, Insekte und Amphibien entdecken lassen. Fauna und Flora beeinflussten auch das Werk von Rainer Maria Rilke. Diese Verbindungen zeigt Gunnar Decker in seinem Buch „Rilke – der ferne Magier“ an vielen Stellen auf. In seiner Mannheimer Lesung wird er sie aufgreifen und so den Bogen zur Ausstellung schlagen. Daneben darf natürlich der Blick auf die Persönlichkeit Rilkes nicht fehlen. Dem versierten Biographen Gunnar Decker, der sich unter anderen schon mit Hermann Hesse, Gottfried Benn und Franz Fühmann befasste, gelingt manch neuer Blickwinkel.

Eine Veranstaltung des LeseZeichen Mannheim e.V. 

Über die Ausstellung

Pflanzen und Tiere inspirieren seit jeher Generationen von Künstlern und Entwerfern. Scheinbar unerschöpflich sind die vielfältigen Formen und Farben, die sich aus der Welt der belebten Natur ableiten lassen. Gerade im Zeitalter des Jugendstils vermittelten sie Anregungen für die Gestaltung neuer Motive in Glas. Die Vielfalt dabei ist groß: Detailgetreue, an den Lebensformen orientierte Darstellungen wechseln mit fantasievollen Schöpfungen oder ganz auf Fläche und Linie reduzierten Ornamenten – ganz nach Zeitgeschmack – ab. Die Kuratorin Eva-Maria Günther führt durch die Ausstellung und erläutert die unterschiedlichsten Werke vieler Manufakturen. Die großen französischen Künstler Emile Gallé und René Lalique sind darunter vertreten, wie auch die Manufakturen Daum Frères, Muller Frères oder die Cristallerie de Baccarat, die mit ihren Dekoren und Techniken neue Maßstäbe setzten.

Erfahren Sie mehr über die Ausstellung

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