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Donnerstag, 16. Mai 2019 | 19:00 Uhr

Zwischen altem Rom und frühem Islam

Die Rolle der syrischen Christen in der Spätantike

mit Prof. Dr. Hartmut Leppin

Ort: Museum Zeughaus C5, Florian-Waldeck-Saal

Eintritt frei

Das Aramäische gehört seit dem 2. Jahrtausend v. Chr. zu den wichtigsten Kommunikationssprachen des Vorderen Orients. Der aramäische Dialekt von Edessa, der gewöhnlich als „Syrisch“ bezeichnet wird (nicht zu verwechseln mit dem in Syrien gesprochenen Arabisch), erlangte in der Spätantike eine herausragende überregionale Bedeutung als Schriftsprache, innerhalb und außerhalb der Grenzen des Römischen Reiches. Vor allem Christen bedienten sich des Syrischen. Obwohl viele syrische Christen konfessionell zerstritten waren und sogar von christlichen römischen Kaisern verfolgt wurden, zeigten sie sich gewöhnlich loyal gegenüber dem Römischen Reich. Intensiv beschäftigten sie sich mit der klassischen griechischen Literatur, die den vorislamischen und islamischen Arabern oft durch eine syrische Vermittlung bekannt wurde. Der Vortrag soll die überregionale Bedeutung der spätantiken Christen in Erinnerung rufen und damit eine Form der Weitergabe des gemeinsamen antiken Erbes im Mittelmeerraum beschreiben.

Eine Veranstaltung des Mannheimer Altertumsvereins www.mannheimer-altertumsverein.de