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Mittwoch, 19. Februar 2020 | 18:00 Uhr

Hygiene im Barock – was verraten archäologische Funde

Zwei Männer beugen sich über Grabungsfunde
Dr. Klaus Wirth (links) bei einer Grabung in der Mannheimer Innenstadt. Im Quadrat C4 legten die Archäologen Siedlungsspuren aus der Barockzeit frei. © rem, Foto: Maria Schumann

Culture after Work

mit Archäologe Dr. Klaus Wirth

Ort: Museum Weltkulturen D5, Anna-Reiß-Saal

Eintritt: 12,50 Euro, erm. 6,50 Euro (Studierende und Inhaber Museumspass) inkl. Ausstellungseintritt, Talk und Begrüßungsgetränk / Die Tickets berechtigen zum Besuch aller Ausstellungen des jeweiligen Museums von 16 bis 20 Uhr.

Zum Jahresauftakt erwartet das Publikum beim "Culture after Work" eine ungewöhnliche Zeitreise. Dr. Klaus Wirth, Leiter der Archäologischen Denkmalpflege an den rem, gewährt im Gespräch mit Norman Schäfer einen spannenden Einblick in seine Arbeit. Er stellt Funde vor und erklärt, was diese den Experten über die Hygiene der Barockzeit verraten.

Bei Grabungen in den Mannheimer Quadraten kamen beispielsweise Zahnbürsten, Nachttöpfe und Kämme aus der Zeit der Kurfürsten zum Vorschein. Außerdem wurden auf Stoffresten Eier von Läusen entdeckt. Diese Funde sind für die Archäologen wichtige Quellen. Sie erzählen vom Alltag in Mannheim im 18. Jahrhundert. Gab es in den Häusern damals bereits Toiletten? Wie wichtig war Hygiene? Wie hat man versucht, sich vor Krankheiten wie der Malaria zu schützen? Diese und viele weitere spannende Fragen beantwortet Klaus Wirth an diesem Abend.

Das Museum Weltkulturen D5 ist bis 20 Uhr geöffnet. Parallel ist der Einzelbesuch des Hauses auch ohne Teilnahme an „Culture after Work“ möglich. Die Winzergenossenschaft Schriesheim verwöhnt die Gäste zur Begrüßung mit einem edlen Tropfen.

Culture after Work - Kulturgenuss am Feierabend

Die Archäologen gestalten den Auftakt der Culture-after-Work-Reihe 2020. An insgesamt acht Abenden spricht Kulturwissenschaftler Norman Schäfer mit Kuratoren und Experten über Ausstellungen, Sammlungen und Forschungsprojekte der Reiss-Engelhorn-Museen sowie über gesellschaftsrelevante Themen. Am 13. März ist der deutsch-amerikanische Künstler Marc Erwin Babej zu Gast, der der altägyptischen Kunst dank moderner Fototechnik neues Leben einhaucht. Am 15. April dreht sich alles um den Menschen im Datenuniversum und am 20. Mai steht der Museumsneubau in C4 im Mittelpunkt.

Die Veranstaltungsreihe wird mit freundlicher Unterstützung von Roche präsentiert.

Termine der Reihe im Überblick