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Mittwoch, 13. Oktober 2021 | 16:00 Uhr

Kurfürstin Wilhelmine Ernestine von der Pfalz

Vortragsreihe in zwei Teilen mit Eleonore Kopsch

Ort: Museum Weltkulturen D5, Anna-Reiß-Saal

Eintritt: 3 Euro

Die Vorträge finden am 29.9. und 13.10. statt.

Die Historikerin Eleonore Kopsch widmet sich mit Wilhelmine Ernestine (1650-1706) und Carl II. (1651-1685) von der Pfalz einem Herrscherpaar, das selten im Mittelpunkt steht. Ihre unglückliche Ehe hatte jedoch weitreichende Folgen. Sie bedeutete das Ende der wittelsbachischen Linie Pfalz-Simmern und war damit Auslöser des Pfälzischen Erbfolgekriegs.

Kurfürst Carl Ludwig von der Pfalz hatte genaue Vorstellungen, als er sich auf die Suche nach einer geeigneten Braut für seinen einzigen Sohn und Erben Carl machte. Sie sollte auf jeden Fall viel Geld mit in die Ehe bringen, das zum Wiederaufbau der durch den Dreißigjährigen Krieg verwüsteten Pfalz dringend benötigt wurde. Außerdem sollte sie eine Königstochter sein, um das ramponierte Ansehen des Hauses aufzubessern.

Die Wahl fiel schließlich auf die dänische Königstochter Wilhelmine Ernestine. Ihr sagte man „eine monströse Leibesfülle“, „ein fast abstoßendes Phlegma“ und „wenig Intelligenz“ nach. Sie heiratete im September 1671 den pockennarbigen, melancholischen und unter der Autorität des Vaters leidenden Hypochonder Carl.

Die Ehe wurde schlecht und blieb kinderlos. Nach fünf Regierungsjahren des Kurfürsten Carl II. war der Staatsschatz aufgebraucht und die wittelsbachische Linie Pfalz-Simmern, die gut hundert Jahre zuvor mit dem tatkräftigen Friedrich III. begonnen hatte, war ausgestorben. In der reformierten Kurpfalz folgten die katholischen pfälzischen Wittelsbacher von Neuburg an der Donau. Im nahen Frankreich wartete allerdings Ludwig XIV. darauf, die Situation zu nutzen. Mit dem Pfälzischen Erbfolgekrieg entbrannte nach dem Dreißigjährigen Krieg eine weitere Katastrophe für die Kurpfalz.

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