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Sonntag, 6. Februar 2022 | 11:00 Uhr

Madagaskar - Versuchslabor der Artenvielfalt

Naturkundliche Sonntagsmatinee

mit Dr. Berndhard Robel

Ort: Museum Weltkulturen D5, Anna-Reiß-Saal

Eintritt frei

Nirgendwo besser als auf Madagaskar lassen sich die evolutionären Vorgänge bei der Entstehung von Arten nachvollziehen. Durch die Isolation dieser viertgrößten Insel vor der Südostküste Afrikas entstanden hier Arten, die sich deutlich von denen auf der nur 400 km entfernten afrikanischen Landmasse unterscheiden. Über 90 % der Pflanzen und Tiere sind endemisch, wie Affenbrotbäume, die dornenbewehrten Pachypodien und Didieraceen, die Chamäleons, Geckos, Schlangen und ein Heer an bunten Fröschen sowie die Makis, Indris, Sifakas und Eye-Eyes als Vertreter der Lemuren. Obwohl viele Arten erst seit kurzem bekannt sind und immer noch neue Arten entdeckt werden, sind andere schon wieder bedroht. Auf der Suche nach landwirtschaftlichen Nutzflächen dringt die arme Landbevölkerung immer weiter in noch unberührte Lebensräume vor.

Eine Veranstaltung des Vereins für Naturkunde Mannheim