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Kultur rechnet sich

Neue Studie belegt: Kultur bietet für Stadt und Region wirtschaftlichen Mehrwert und trägt damit zur Standortattraktivität und Lebensqualität bei.

Blick in die beliebte Ausstellung "Ägypten - Land der Unsterblichkeit", die Jahr für Jahr zahlreiche Besucherinnen und Besucher nach Mannheim ins Museum lockt.

Ist Kultur ein Wirtschaftsfaktor? Ja. Denn Events und Kultur tragen mit ihren Angeboten und der damit einhergehenden Wertschöpfungskette erheblich zur Wirtschaft in Stadt und Region bei. Wie muss man sich das vorstellen? Hier ein Beispiel aus unserem Museumsbereich: Wenn wir eine Ausstellung eröffnen, arbeiten hinter den Kulissen nicht nur die Mitarbeitenden des Hauses an der Verwirklichung, sondern auch externe Dienstleister wie Handwerksbetriebe, Zulieferer, Sicherheitspersonal uvm. Sobald die Ausstellung eröffnet ist, kommen Besucherinnen und Besucher und zahlen neben dem eigentlichen Museumseintritt ggfs. auch Geld für die Anreise, fürs Parkhaus, gehen anschließend ins Restaurant oder Café und gönnen sich vielleicht noch einen Shopping-Ausflug in die Mannheimer Einkaufsstraßen. Übernachtungsgäste buchen ein Hotelzimmer und erkunden die Stadt noch an weiteren Tagen. Wieviel Geld dabei im Umlauf ist und wer davon profitiert, das zeigt die aktuelle Studie, die die Mannheimer Initiative „Kultur rechnet sich“ gemeinsam mit der Stadt Mannheim und m:con beim Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institut für Fremdenverkehr (dwfi) in Auftrag gegeben und jetzt veröffentlicht hat.

„Kultur- und Veranstaltungshäuser sind Wirtschaftsfaktor“

Der Fokus der Studie lag auf der Frage, welche Auswirkungen Veranstaltungen auf den Tourismus haben. Insgesamt erwirtschaftet die Kultur- und Veranstaltungsbranche in Mannheim einen Bruttoumsatz in Höhe von 505,5 Mio. Euro. Abzüglich der Mehrwertsteuer und Vorleistungen ergibt sich ein gesamter touristischer Einkommensbetrag von 241,5 Mio. Euro. So entstehen insgesamt 39,8% aller touristischen Umsätze in Mannheim im Rahmen von Veranstaltungsbesuchen – seien es Kongresse, Konzerte, Ausstellungen, Festivals, uvm. Mannheims Kultur- und Wirtschaftsbürgermeister Thorsten Riehle bringt es auf den Punkt: „Kultur- und Veranstaltungshäuser tragen nicht nur zur Standortqualität bei, sie sind immer auch Wirtschaftsfaktor.“ Die Studie mit allen ausführlichen Informationen finden Sie hier.

Kultur bietet für Stadt und Region einen wirtschaftlichen Mehrwert

Die Reiss-Engelhorn-Museen sind Teil der Initiative „Kultur rechnet sich“. rem-Generaldirektor Prof. Dr. Wilfried Rosendahl fasst die Beweggründe zusammen: „Eine Begleitung der Studie stand für uns außer Frage. Ausstellungen, Konzerte, Festivals oder Events haben nachweislich einen bedeutenden wirtschaftlichen Mehrwert für Stadt und Region, tragen zur nachhaltigen Attraktivität der Städte und Kommunen bei und sorgen für lebenswerte Standorte. Die Studie macht das sichtbar und begreifbar. Ich wünsche mir, dass Politik und Wirtschaft das endlich erkennen. Dass sie sehen, welche Bedeutung Kultur für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und ein demokratisches Miteinander hat. Kultur ist kein Luxus. Kultur ist Ausdruck unseres Selbstverständnisses.“

Initiative „Kultur rechnet sich“

Die Initiative will mit der Studie die Bedeutung von Kultur als Wirtschaftsfaktor sichtbar und wahrnehmbar machen. So sollen die Zusammenhänge zwischen Kulturangeboten und Standortattraktivität hevorgehoben werden, denn im Wettbewerb um begehrte Fachkräfte und Unternehmensansiedlungen müssen Stadt und Region durch Lebensqualität – ein Aspekt, den Kultur wesentlich fördert. Erfahren Sie mehr über die Initiative unter www.kultur-rechnet-sich.de

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