Ort: Museum Weltkulturen D5, Anna-Reiß-Saal
Eintritt frei. Ohne Anmeldung.
Vortrag mit Dr. Andy Reymann
Über echte Schamanen und archäologische Vorstellungen
Ekstatisches Trommelspiel und schattenhafte Geisterbeschwörungen prägen unser Bild vom sogenannten „Schamanen“. Jeder hat eine Vorstellung von diesem Medienstar der Popkultur, der sich in Computerspielen, Filmen und Büchern ebenso regelmäßig einfindet wie in der modernen Wissenschaft. Aber woher kommt der Begriff eigentlich? Was ist ein Schamane? Und was hat es mit den rätselhaften Dingen auf sich, die er bis in den Tod bei sich trägt? Anhand eines wissenschaftsgeschichtlichen Streifzugs zum sibirischen Schamanismus führt der Vortragende durch die wechselreiche Geschichte des „Schamanen“ und zeigt auf, dass der Begriff gar nicht so leicht greifbar ist, wie man glaubt. Mit Exkursen zur belegbaren Bestattungsweise von Schamanen geht es dabei vor allem um die Frage, inwiefern man in der Archäologie überhaupt Schamanen erfassen kann und auch darum, in der Archäologie allgemein abstrakte Glaubensvorstellungen vergangener Kulturen zu erklären.
Eine Veranstaltung des Mannheimer Altertumsvereins von 1859 www.mannheimer-altertumsverein.de
