Ein über 500 Jahre altes Wohnhaus in Ladenburg hielt zahlreiche faszinierende Funde bereit. Im September 2023 begann unser Archäologen-Team im Auftrag des Landesamtes für Denkmalpflege Baden-Württemberg mit baubegleitenden archäologischen Untersuchungen im Wohnhaus in der Heidelberger Straße 10. Die bauzeitliche Substanz wie Ofen- und Herdanlagen, Fundamente alter Zwischenwände und Schwellbalken der ehemaligen Fachwerkkonstruktion wurden untersucht. Zu den besonderen Funden zählen Maiskolben aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Es ist denkbar, dass es sich bei diesen Pflanzen um den ältesten Nachweis für Maisvorkommen in Deutschland oder sogar Europa handelt.
Die Ergebnisse sind aktuell in der Sonderausstellung „Wenn Funde sprechen… Hausarchäologie in Ladenburg“ im Lobdengau-Museum Ladenburg zu sehen.
Zur Ausstellung gibt es auch ein Begleitprogramm:
- 29. Mai 2026 um 19 Uhr im Domhofsaal zu Ladenburg
Vortrag „Wenn Kacheln sprechen“
Der Archäologe Harald Rosmanitz ist Spezialist für „Furnologie“, d.h. für die Entwicklung der Beheizungstechnologie. Er hat sich auch mit archäologischen Funden aus Ladenburg befasst. Seine Forschungen bieten spektakuläre Einblicke zur ökonomischen Bedeutung der Stadt zur Zeit der Wormser Bischofsherrschaft. - 11. Juni 2026 um 18 Uhr im Lobdengau-Museum
Führung durch die Ausstellung „Wenn Funde sprechen…Hausarchäologie in Ladenburg“
mit Dr. Klaus Wirth (Leiter der Archäologischen Denkmalpflege und Sammlungen an den rem) und Dr. Andreas Hensen (Leiter des Lobdengau-Museums)


