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Die Forschungsstelle „Geschichte und kulturelles Erbe“

Die Forschungsstelle „Geschichte und kulturelles Erbe“ (FGKE) mit Sitz in der Heidelberger Villa Poensgen verbindet in besonderer Weise Kulturwissenschaft und Kulturvermittlung. Sie bildet einerseits eine Forschungseinrichtung der Universität Heidelberg, angesiedelt am Historischen Seminar, andererseits steht sie in engster Verbindung mit den Reiss-Engelhorn-Museen (rem) in Mannheim.

Ihre Finanzierung erfolgt durch die Stiftungen der rem (bei der Gründung die Curt-Engelhorn-Stiftung, ab 2017 die Brombeerenstiftung und ab 2021 die Bassermann-Kulturstiftung). Wissenschaftlich ist die FGKE auf die Erforschung kultureller und transkultureller Prozesse ausgerichtet und zielt auf die Vermittlung historischer Forschung in die Öffentlichkeit ab. Dazu gehört das gesamte kulturelle Erbe, aus dem das kulturelle Gedächtnis der Gegenwart erwachsen ist. Die Forschungsstelle, die kulturhistorische Ausstellungsprojekte wissenschaftlich begleitet und in die historische aber auch interdisziplinäre Forschung rückbindet, leistet im Verbund mit den Stiftungsmuseen der rem (rem gGmbH Stiftungsmuseen) einen Beitrag zum Wissens- und Wissenschaftstransfer. Nach den großen Sonderausstellungen „Die Päpste“ und „Reformation!“ (2017) sowie der wissenschaftlichen Unterstützung eines Kooperationsprojekts mit der GDKE Rheinland-Pfalz (2020) wird derzeit eine große und international ausgerichtete Ausstellung zu den Normannen vorbereitet.

Dieses Projekt, das in ein umfangreiches Forschungsnetzwerk eingebunden ist wird 2022/23 in den rem zu sehen sein und erstmals der faszinierenden Geschichte der Normannen, die erstaunlich aktuelle Aspekte bereit hält, eine umfassende Schau widmen. Das in Mannheim initiierte und gemeinsam mit der Réunion des Musées Metropolitains in Rouen entwickelte Projekt ist ein deutsch-französisches Ausstellungsprojekt, das Themen und Forschung aus ganz Europa und dem Mittelmeerraum versammelt und auf eine transnationale Perspektive bedacht ist. Mit der Unterstützung eines international besetzten wissenschaftlichen Beirats und in Zusammenarbeit mit zahlreichen renommierte Museen und Forschungsinstituten im In- und Ausland entsteht eine einzigartige Präsentation, die Besucher begeistern, aber auch einen Beitrag zur Forschung leisten wird.