Im Museum existiert ein Objekt längst nicht mehr nur als physischer Gegenstand, sondern auch als Daten. Was geschieht mit Fotografien, 3D-Modellen und Datensätzen, wenn ein Objekt an seine Herkunftsgesellschaft zurückgegeben wird? Bleiben sie online, werden sie übergeben oder gelöscht? Und wer entscheidet darüber? Wir gehen der Frage nach, was digitale Rückgaben leisten können, wo ihre Grenzen liegen und was das für die Reiss-Engelhorn-Museen bedeutet.
Über 1.000 Jahre nach seinem Tod liefern moderne Analyseverfahren neue Erkenntnisse über das Leben und die Grablege Ottos des Großen. Unser Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie (CEZA) trug mit Isotopen- und Datierungsanalysen maßgeblich dazu bei, die Identität des im Magdeburger Dom Bestatteten zu klären.
Vor 20 Jahren machte unser Archäologen-Team auf dem Mannheimer Lindenhof eine Entdeckung, die bis heute noch Rätsel aufgibt. Was hat es mit dem Skelettfund auf sich? Verschiedene Untersuchungen und Analysen brachten unter anderem Erkenntnisse zu Alter, Größe und Herkunft.
Das kulturelle Erbe ist ein „wunderschönes Chaos”. Um es digital zugänglich zu machen, bräuchten Museen hochpräzise KI-Skalpelle. Die Realität zwingt sie jedoch zum Schweizer Taschenmesser. Allgemeine KI-Modelle sind fehleranfällig und oft ungeeignet – aber meist die einzig verfügbare Option. Das ist ein riskantes Paradoxon, denn auf dem Spiel steht das wichtigste Kapital der Museen: das Vertrauen der Gesellschaft.
Anlässlich der großen Sonderausstellung „Saurier – Faszination Urzeit“ kehrt ein Schatz aus dem Naturalienkabinett von Kurfürst Carl Theodor nach mehr als 200 Jahren erstmals wieder nach Mannheim zurück. Der weltweit erste erkannte Flugsaurier-Fund sorgte von der Quadratestadt aus für Furore. Das außergewöhnliche Fossil verrät nicht nur mehr über das Leben in der Urzeit, sondern erzählt auch ein spannendes Kapitel der Forschungsgeschichte.
Die digitale Transformation hat längst die Museumswelt erreicht. Zahlreiche Institutionen machen inzwischen bedeutende Teile ihrer Sammlungen online zugänglich. So auch die Reiss-Engelhorn-Museen. Doch eine eigene Online-Sammlung haben wir noch nicht und stellen uns daher die Frage, wie eine solche aussehen kann und was wir auf dem Weg dorthin beachten müssen?
Bei Grabungen in Mannheim trifft unser Archäologen-Team immer wieder auf Bauschutt und fördert darin interessante Objekte zutage. So konnten bei Arbeiten im Luisenpark und im alten Eisstadion im Friedrichspark Funde geborgen werden, die mehr über die jüngste Stadtgeschichte verraten.
Am 12. Oktober öffnet unsere große Sonderausstellung „Saurier – Faszination Urzeit“ ihre Tore. Natürlich laufen hinter verschlossenen Türen bereits die Vorbereitungen. Einen besonderen Termin gab es an der Radiologie der Universitätsmedizin Mannheim. Dort wurden ungewöhnliche „Patienten“ untersucht: Saurierknochen – die ältesten von ihnen 300 Millionen Jahre alt.
Die kostbar ausgestatteten Fürstengräber zeugen bis heute von Macht und Reichtum der frühkeltischen Eliten in Südwestdeutschland. Neue Untersuchungen liefern bedeutende Erkenntnisse zu Verwandtschaft und der Verbindung von politischer Macht. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Führungsrolle über die mütterliche Linie vererbt wurde. Das an den Reiss-Engelhorn-Museen beheimatete Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie war an der Forschung beteiligt.
Der Energieverbrauch von Software mit künstlicher Intelligenz (KI) ist enorm und stellt eine große Herausforderung dar. ChatGPT und Co. haben beispielsweise einen extrem hohen Strom- und Wasserbedarf. Die Reiss-Engelhorn-Museen setzen sich aktiv für die Verbindung von technologischer Innovation, Umweltschutz und Nachhaltigkeit ein.