Schlagwort: Provenienzforschung

Tanzmasken der Baining zurück in „MusikWelten“

Die Ausstellung „MusikWelten“ schafft mit einer Fülle einzigartiger Instrumente und Objekte verschiedener Epochen und Regionen einen sinnlichen Zugang zum Menschheitsphänomen Musik. Seit kurzem sind auch drei große Baining‑Masken wieder in der Schau zu bewundern. Die kostbaren Exponate aus Ozeanien kamen bei nächtlichen Feuertänzen zum Einsatz.

Rückgabe von Benin-Bronzen an Nigeria

Die Reiss-Engelhorn-Museen werden ihre Bestände an Benin-Bronzen nach Nigeria restituieren. Dies beschloss der Mannheimer Gemeinderat in seiner Sitzung am 29. Juli 2025. Wir sind nun beauftragt, weitere Schritte zur Eigentumsübertragung und möglichen Restitutionen einzuleiten. Ein Teil der Objekte soll als Dauerleihgabe in Deutschland verbleiben. Die Priorisierung und die Zeitplanung werden von der nigerianischen Seite vorgenommen.

Was macht eigentlich ein Provenienzforscher?

In den vergangenen Jahren ist die Frage nach der Herkunft von Museumsobjekten immer wichtiger geworden. Die Weltkulturen-Sammlung der rem umfasst rund 40.000 Artefakte aus allen Erdteilen. Unter welchen Umständen die Stücke angeeignet wurden und welche Wege sie bis nach Mannheim zurückgelegt haben, ist bisher nur teilweise erforscht. Um ihrer Herkunft auf den Grund zu gehen, braucht es aufwendige Recherchen. Provenienzforscher Jamie Dau gibt einen Einblick in seine Arbeit.

Mumifizierte menschliche Köpfe der Māori

Der Umgang mit menschlichen Überresten in musealen Sammlungen kann emotional besonders berühren. Umso mehr, wenn diese eine außergewöhnliche Geschichte haben und für die heute lebenden Mitglieder ihrer Herkunftsgesellschaft wichtiger Teil der Erinnerungskultur sind. Dies trifft zweifellos auf die mumifizierten tätowierten Köpfe dreier Māori zu, die an den Reiss-Engelhorn-Museen verwahrt werden. Erfahren Sie mehr über ihre kulturelle Bedeutung und Herkunft.

Ein Fischspeer mit Geschichte

Speere aller Art gibt es in völkerkundlichen Sammlungen zuhauf. Dieser Speer aus Australien hat jedoch etwas Besonderes: er kann eine ganz persönliche und dabei noch spannende Geschichte erzählen. Wo er herkam, warum er zum Sammelobjekt wurde und wie er in die Mannheimer Sammlung gelangte – dies alles ist rekonstruierbar und zugleich mit weltumspannenden Theorien über den Ursprung der Menschheit verbunden.